07.04.2022

Welt-Parkinson-Tag: Riechstörungen sind häufig ein erstes Anzeichen

Am 11. April 2022 ist Welt-Parkinson-Tag. Riechstörungen sind häufig ein erstes Warnzeichen der Erkrankung. Auf die Gesamtzahl aller Patienten mit Riechstörungen macht die Gruppe der Parkinson-Patienten jedoch nur einen kleinen Anteil aus.

Etwa 90% der Parkinson-Erkrankten zeigen meist noch vor der Entwicklung der eigentlichen Parkinson-Symptomatik wie Zittern und Verlangsamung der Bewegungen Geruchsstörungen. Hierbei kann entweder ein bestimmter Geruch gar nicht erkannt werden oder die Unterscheidung der Geruchsstoffe ist gestört. Parkinson-Patienten können im Frühstadium z.B. den Duft von Oregano und Vanille nicht mehr richtig wahrnehmen. Umgekehrt zeigt jedoch nur ein Bruchteil aller Patienten mit Riechstörungen später ein Parkinson-Syndrom.

Bemerken Menschen, dass ihr Geruchssinn mehr oder weniger stark beeinträchtigt ist, sollten sie diese Auffälligkeit ernst nehmen und einen HNO-Arzt aufsuchen. Dieser kann mit verschiedenen Tests die Ursache klären und die Riechstörung entsprechend behandeln. Sollte nach der Untersuchung beim HNO-Arzt sich der Verdacht auf eine Parkinson-Krankheit verstärken, wird dieser den Patienten an einen Neurologen weiterempfehlen.

Das Parkinson-Syndrom ist eines der häufigsten neurologischen Krankheitsbilder - laut der Deutschen Parkinson Vereinigung sind in Deutschland bis zu 280.000 Menschen erkrankt. Das Alter bei Diagnosestellung beträgt im Durchschnitt 55 Jahre. Etwa 5 bis 10% der Betreoffenen sind jünger als 40 Jahre.

Quelle: www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org (äin-red)