28.06.2016
Wasserratten aufgepasst: Ohren-Trocknen verringert die Entzündungsgefahr des Gehörgangs
Schwimm-Fans sollten nach dem Aufenthalt im Wasser ihre Ohren sanft trocknen, um das Risiko einer Infektion des Gehörgangs zu verringern...
Schwimmer und Bade-Fans können das Risiko einer Entzündung des Gehörgangs, einer so genannten Schwimm- bzw. Bade-Otitis, mit einer guten Ohrhygiene verringern. „Durch häufigen bzw. längeren Aufenthalt im Wasser weicht die Haut im äußeren Gehörgang auf, der natürliche Fettschutz wird aufgelöst. Chlor, das in Schwimmbädern oder Hotelpools zur Desinfektion verwendet wird, beschleunigt diesen Prozess. Ist der Hautschutz im Ohr erst einmal zerstört, haben Krankheitserreger leichtes Spiel: Mühelos dringen sie in die Haut ein, vermehren sich und verursachen eine Entzündung. Derartige Keime gibt es überall, im Schwimmbad und schmutzigen Badeseen treten sie aber besonders häufig und konzentriert auf", erklärt Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte.
Es ist schwierig, einer Schwimm-Otitis vorzubeugen. „Vor allem aber vor Aufenthalten in warmen Ländern sollten Reisende ihre Ohren professionell beim HNO-Arzt säubern lassen. Außerdem sollten die Ohren am besten immer nach dem Schwimmen mit einem dünnen Handtuch oder Fön getrocknet werden, damit den Erregern das feuchte Milieu entzogen wird, in dem sie sich meist gut vermehren können ", empfiehlt die niedergelassene HNO-Ärztin aus Erfurt. „Wattestäbchen dürfen zur Trocknung auf keinen Fall verwendet werden, diese können zu kleinen Verletzungen führen, die die Infektionsgefahr noch erhöhen", ergänzt Dr. Lundershausen.
Zu Beginn einer Schwimm-Otitis ist das betroffene Ohr sehr berührungsempfindlich und es juckt. Die Haut im Gehörgang ist rot und geschwollen, ein trübes Sekret bedeckt die Hautoberfläche. Der Allgemeinzustand des Patienten ist oft schlecht. „Treten die Schmerzen abends auf, können Betroffene als lindernde Erstmaßnahme ein Schmerzmittel einnehmen und das Ohr von außen etwas kühlen. Am nächsten Morgen sollte dann sofort ein HNO-Arzt aufgesucht werden", empfiehlt Dr. Lundershausen. Der HNO-Arzt behandelt den Gehörgang lokal mit entzündungshemmender Salbe, so dass nach wenigen Tagen wieder ein Schwimmbadbesuch möglich ist.
äin-red
Dies ist eine Pressemeldung des Dt. Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.hno-aerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des HNO-Patientenportals verlinken. Fotos und Abbildungen dürfen grundsätzlich nicht übernommen werden.
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