20.11.2018

Tipps bei starker Belastung der Stimme

In einigen Berufen wie als Lehrer, Schauspieler, Sänger oder auch als Mitarbeiter im CallCenter wird die Stimme stark beansprucht. Hier erfahren Sie, was der Stimme gut tut - Flüstern in jedem Fall nicht.

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Telefonieren, einen Vortrag halten oder ein Meeting moderieren - in vielen Berufen ist die Stimme ein wichtiges Kommunikationsmittel. Lehrer oder Schauspieler etwa gebrauchen sie tagein tagaus. Doch manchmal können Berufstätige nur noch ein schwaches Krächzen von sich geben. Was ist dann zu tun?

Stimme schonen, nicht flüstern

Egal, ob die Stimme wegen einer Erkältung angeschlagen ist oder im Berufsalltag stark beansprucht wird: Wer seine Stimme schonen möchte, sollte nicht flüstern. Es ist zwar ein weit verbreiteter Glaube, dass das die Stimme schont. Aber im Gegenteil: Das Flüstern reizt die beanspruchten Stimmlippen nur noch mehr.

Wenn die Stimme aufgrund einer Erkältung rau oder heiser ist, sollten Berufstätige versuchen, so wenig wie möglich zu sprechen. Für Vorträge oder Auftritte ist dann eher nicht die richtige Zeit. Viel trinken, etwa Ingwer- oder Salbeitee, hilft, die Symptome zu lindern. Gleiches gilt für Lutschbonbons.

Prävention: Stimm- und Atemtraining

Wer einen Beruf ausübt, in dem man generell viel sprechen muss und immer wieder Probleme mit der Stimme hat, für den kann z.B. ein Atemtraining sinnvoll sein. Das Land Niedersachsen geht hier mit einem Modellprojekt voran. Damit die Lehrkräfte an ihrem schwierigen Arbeitsplatz bei Stimme bleiben, startet das Land eine Präventionskampagne mit dem Titel "Stimme - Lärm - Akustik", in deren Rahmen u.a. Stimm-Seminare für Lehrer angeboten werden. Dies ist ein Beitrag zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, teilt das Ministerium vorab mit.

Quelle: dpa, Verband der Werks- und Betriebsärzte