23.08.2012
Tagesmüdigkeit bei Schnarchern birgt große Unfallgefahr
Der Schlaf von starken Schnarchern bzw. Schlafapnoe-Patienten ist oft unterbrochen und nicht ausreichend erholsam. Die daraus resultierende Tagesmüdigkeit birgt viele Gesundheitsgefahren wie z.B. ein erhöhtes Unfallrisiko...
Starke Schnarcher, die unter nächtlichen Atemaussetzer, also einer sogenannten Schlafapnoe, leiden, weisen meist einen erheblichen Schlafmangel auf. „Der Schlaf der Betroffenen ist oft unterbrochen und nicht ausreichend erholsam. Die daraus resultierende Tagesmüdigkeit birgt viele Gesundheitsgefahren. Sie wirkt sich nicht nur auf eine mangelnde Konzentrations- und Leistungsfähigkeit am Tage aus, sondern Schlafapnoe-Patienten besitzen nachweislich ein deutlich erhöhtes Verletzungs- und Unfallrisiko. Vor allem Berufsfahrer mit Schnarch-Problemen sollten daher unbedingt fachärztliche Beratung einholen", rät Dr. Wolfgang Hornberger vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.
Für starke und regelmäßige Schnarcher empfiehlt es sich, zur Abklärung der Ursachen und für eine hierauf abgestimmte Behandlung einen HNO-Arzt aufzusuchen. „Denn eine Schlafapnoe muss nicht nur wegen der reduzierten Schlafqualität behandelt werden, sondern auch, um eine nachhaltige Schädigung des Gehirns sowie schwere Begleiterkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu verhindern", betont der niedergelassene HNO-Arzt aus dem saarländischen Sulzbach.
In Deutschland gehört schätzungsweise mindestens jeder dritte Erwachsene zu den mehr oder weniger regelmäßigen Schnarchern. Unter dem Schlafapnoe-Syndrom leiden hierzulande etwa 4% der Erwachsenen, vor allem Menschen mit Übergewicht. Das Behandlungsspektrum für Schnarcher ist groß, abhängig von der Ursache und der Ausprägung reicht es von Diätmaßnahmen, über eine nächtliche Überdruckbeatmung mit CPAP-Maske bis hin zu einem operativen Eingriff. Ihr HNO-Arzt wird Sie diesbezüglich beraten.
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