13.01.2026

Pseudokrupp: Kalte, feuchte Luft sorgt für Linderung

Beruhigung sowie kalte und feuchte Luft, z.B. durch ein geöffnetes Fenster, auf dem Balkon, der Terrasse oder vor dem geöffneten Kühlschrank, lindern die Atemnot bei Pseudokruppanfällen.

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Kalte und feuchte Luft, z.B. durch ein geöffnetes Fenster, vor dem geöffneten Kühlschrank, lindern die Atemnot bei kindlichen Pseudokruppanfällen. Weiter ist es wichtig, das Kind zu beruhigen und nicht in Panik zu verfallen.

Typisch für Pseudokrupp ist ein starker, bellender Husten, der häufig nach einer Erkältung auftritt. Betroffen sind überwiegend Kinder zwischen einem und vier Jahren, da ihre Atemwege noch sehr eng sind und sie noch kaum Sauerstoffreserven in der Lunge haben.

Schwellungen der Kehlkopfschleimhaut unterhalb der Stimmbänder beeinträchtigen bei den kleinen Patienten vor allem nachts das Atmen. In jedem Fall sollte so bald wie möglich ein Arzt aufgesucht werden. Er kann zur Linderung weiterer Anfälle ggf. Kortisonzäpfchen verordnen. 

Echte Krupp-Erkrankungen (Diphtherie Krupp) und Kehldeckelentzündungen (Epiglottitis) sind aufgrund von Impfungen gegen Haemophilus influenza b und gegen Diphtherie im Rahmen der Sechsfachimpfung bei Säuglingen eine Seltenheit. Bei diesen schweren Krankheiten kann das Kind nicht mehr schlucken, so dass der Speichel aus dem Mund rinnt.

Bei jeder schweren Atemnot sollte sofort ein Arzt gerufen werden. Wenn sich Lippen und/oder Nägel des Kindes blau verfärben, handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Notfall, bei dem Eltern sofort den Notarzt rufen sollten. Da Herzklopfen, Erstickungsangst und Unruhezustände den Anfall noch verschlimmern können, sollten Eltern versuchen, das Kind zu beruhigen.

Quelle: äin-red, www.kinderaerzte-im-netz.de