21.02.2019

Pollenallergiker reagieren meist auf mehrere Gattungen einer Pflanzenfamilie

Wer allergisch auf Birkenpollen reagiert, kann auch Probleme mit Hasel und Erle haben. Damit mögliche verwandte "Allergie-Quellen" nicht im eigenen Garten landen, sollten Pollenallergiker vor dem Kauf einer Pflanze die botanische Familie recherchieren und abgleichen.

Erle - ©Leonid Ikan - Fotolia.com

Wer unter Heuschnupfen leidet, ist geplagt: Die Nase läuft. Die Augen sind rot, tränen, jucken. Man niest viel. Auch die Haut kann reagieren, und Kopfschmerzen sowie Schlafstörungen sind möglich. Die Einschränkungen können sich auch auf die Freizeiterholung im eigenen Garten auswirken: Wer will mit einer Pollenallergie schon im Garten sitzen oder zwischen den Beeten arbeiten? 

Daher sollte bei der Garten- und Balkon-Bepflanzung unbedingt aufgepasst werden. Wer allergisch auf Birkenpollen reagiert, könnte auch Probleme mit Hasel und Erle haben. Denn die beiden sind verwandt. Das trifft auf viele gängige Gartenpflanzen zu, die Pollenallergiker plagen. Betroffene sollten vor dem Kauf einer Pflanze recherchieren, ob sie sich nicht ein weitere "Allergie-Pflanze" aus der für sie kritischen Pflanzenfamilie auf ihr Grundstück holen. Das erkennen sie an den gemeinsamen biologischen Namen.

Familienname für Heuschnupfen-Patienten entscheidend

Biologische Pflanzennamen bestehen aus der Gattung an erster Stelle und der Art an zweiter Stelle. Manchmal gibt es auch noch eine Sortenangabe an dritter Stelle. Letztere wird meist in einfache Anführungszeichen gesetzt. Ein Beispiel: Die Birke gehört in die Gattung Betula, die Hasel in Corylus. Hier findet man noch keine Gemeinsamkeiten. Daher muss man sich die höhere Kategorie anschauen: Die Verwandtschaft von Hasel und Birke zeigt sich in der Familie, die der Gattung übergeordnet ist. Bei den beiden Pflanzen lautet er Betulaceae (Birkengewächse).

Leider findet man diesen Familiennamen oftmals nicht bei den Informationen, die der Handel zu einer Pflanze gibt. Allerdings sind die Angaben so gängig, dass man sie über eine Suchmaschine im Internet schnell recherchieren kann. Dafür reicht es, den deutschen Pflanzennamen einzugeben.

Zur Abklärung und Behandlung einer Pollenallergie können sich Betroffene an ihren HNO-Arzt wenden.

Quelle: dpa
äin-red