08.10.2012

Passivrauchen schwächt wichtigen Hustenreflex

Passivrauchen schwächt laut einer aktuellen Untersuchung den natürlichen Hustenreflex von Kindern ab und erhöht dadurch ihr Risiko für Atemwegserkrankungen...

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Kinder und Heranwachsende, die regelmäßig Passivrauch ausgesetzt sind, weisen einen herabgesetzten Hustenreflex auf, was ihr Risiko für Atemwegs- und Lungenerkrankungen erhöht. Dies zeigen Ergebnisse einer aktuellen Studie aus Philadelphia, USA, in der 38 gesunde 10- bis 17-Jährige gebeten wurden, Capsacain zu inhalieren, um zu überprüfen, wie gut ihr Hustenreflex funktioniert. Diese Substanz stammt aus Chili-Schoten und löst schon in geringen Mengen Hustenreiz aus. Bei Kindern aus Raucher-Haushalten war allerdings im Vergleich zu Kindern, die keinem Passivrauch ausgesetzt waren, die doppelte Menge an Capsacain erforderlich, um Husten hervorzurufen.

Der Hustenreflex ist lebenswichtig, da Husten die Atemwege vor potenziell schädlichen Umwelteinflüssen wie zum Beispiel Staub, Abgasen und Krankheitserregern schützt. Wie die Studie zeigt, ist bei Kindern, die in einem Raucher-Haushalt aufwachsen, dieser Reflex allerdings abgeschwächt, so dass sie potenzielle Krankheitserreger und Gifte (Noxen) schlechter abwehren können und infolgedessen auch häufiger Erkrankungen der Atemwege entwickeln.

Quelle: Red. Monks - Ärzte im Netz, Nicotine and Tobacco Research
http://ntr.oxfordjournals.org/content/early/2012/08/09/ntr.nts198.short?rss=1