24.06.2014

Nasensprays: Hygiene schützt vor Re-Infekt

Bei der Verwendung von Nasensprays und Nasentropfen sollten einige Hygieneregeln eingehalten werden, um eine erneute Ansteckung (Re-Infekt) mit den Krankheitserregern zu vermeiden…

Bildquelle: ©Sven Weber / fotolia.com

Einfache Hygieneregeln beugen bei der Verwendung von Nasentropfen und -sprays erneuten Infektionen vor. Unter anderem sollte ein Nasenspray nach einem Sprühstoß erst ganz aus der Nase gezogen werden, bevor erneut gesprüht wird. Anderenfalls ist die Gefahr groß, dass Keime aus der Nase in die Flasche gesaugt und bei jedem weiteren Sprühstoß neu verteilt werden. Der erkältete Anwender steckt sich auf diese Weise immer wieder selbst an. Auch die Sprüh-Öffnung eines Nasensprays sollte mit heißem Wasser gesäubert werden, bevor der Patient die Schutzkappe wieder aufsetzt.

Ähnliches gilt für Nasentropfen: Die Tropf-Pipette wird am besten immer mit zusammengedrückten Saughütchen von der Nasenöffnung entfernt. So lässt sich vermeiden, dass das Pipetten-Innere und die Restlösung mit Keimen verunreinigt werden. Nach Gebrauch sollte die Pipette mit heißem Wasser abgespült werden, bevor sie wieder in das Fläschchen gesteckt wird.

Eine Übertragung der Keime auf andere lässt sich vermeiden, wenn Spray oder Tropfen jeweils nur von einer Person genutzt werden. Bei einer erneuten Infektion sollte ein neues Präparat verwendet werden.

Wichtig ist es, abschwellende Nasensprays und -tropfen maximal eine Woche lang anzuwenden, sonst besteht die Gefahr einer Gewöhnung.

Die Hygienetipps gelten auch für die Anwendung von kortisonhaltigen Sprays, etwa im Falle einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung.

Quellen: Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB) und spingermedizin.de,
Tan NCW et al.; Is nasal seroid spray bottle contamination a potenial issue in chronic rhinosinusitis?; J Laryngol Otol 2014; 128 (Suppl. S1); S28-S33

Dateien:
Nasenspray.jpg58 Ki