21.02.2018

Nasennebenhöhlenentzündung nach Grippe-Infektion

Eine Grippe schwächt die Abwehrkräfte, so dass es leicht zu weiteren Infektionen wie einer Nasennebenhöhlenentzündung kommen kann.

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Da hat man die Grippe scheinbar gerade überstanden - doch die Nase bleibt verstopft. Häufig steckt dann nicht mehr der Virusinfekt dahinter, sondern eine neue Infektion. Das Immunsystem ist nach einer Grippe deutlich geschwächt. "Zudem sind die Schleimhäute beschädigt", erklärt Dr. Jan Löhler, Landesvorsitzender des Dt. Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte in Schleswig-Holstein. Bakterien und auch andere Krankheitserreger haben leichtes Spiel. Deswegen ziehen sich viele nach der Grippe eine Nasennebenhöhlenentzündung zu. Hält die verstopfte Nase eine gute Woche an und schmerzt der Kopf beim Senken bzw. reagieren die Nasennebenhöhlen auf Druck empfindlich, ist Dr. Löhler zufolge ein Besuch beim HNO-Arzt ratsam.

Ob die Symptome immer noch vom Virus oder von einer bakteriellen Infektion herrühren, lässt sich mittels eines Abstriches prüfen. "Ein erfahrener HNO-Arzt sieht das aber auch zum Beispiel am Sekret", meint Dr. Löhler. Bei bakteriellen Infektionen ist es häufig eitrig und zäh. Stecken Bakterien hinter einer Nasennebenhöhlenentzündung, bekommt der Patient in der Regel ein Antibiotikum. Unterstützend kann er die Nase mit Salzwasser spülen und ab und an abschwellendes Nasenspray verwenden.

Sicher verhindern, lässt sich eine bakterielle Infektion nach überstandener Grippe nicht, so Dr. Löhler. Eine optimale Handhygiene (gründliches & häufiges Händewaschen!) kann aber dazu beitragen, sich besser vor Keimen zu schützen - gerade, wenn das Immunsystem noch schwach ist.

Quelle: dpa / äin-red