16.10.2012
Mittelohrentzündung: Babys aus Hunde- & Katzen-Haushalten erkranken seltener
Kinder, die von kleinauf mit Hunden oder Katzen aufwachsen, haben laut den Ergebnissen einer finnischen Studie seltener Ohr- und Atemwegsinfektionen als Kinder aus tierlosen Haushalten...
Babys, die mit Hunden oder Katzen aufwachsen, haben laut den Ergebnissen einer finnischen Studie seltener Ohr- und Atemwegsinfektionen als Kinder aus tierlosen Haushalten.
Im Rahmen der Studie an der Universität Kuopio wurde die Krankengeschichte von knapp 400 Babys im ersten Lebensjahr verfolgt und dokumentiert. Demnach wiesen kleine Hunde- und Katzen-Besitzer ein um 30% verringertes Risiko auf, an Atemwegsinfektionen zu erkranken. Mittelohrentzündungen und andere Ohrinfektionen traten bei ihnen sogar um die Hälfte seltener auf als bei Säuglingen aus hunde- und katzenfreien Familien.
Der positive Gesundheitseffekt war bei Kindern mit Hunden noch ausgeprägter als mit Katzen. Dies erklären die Wissenschaftler damit, dass der Kontakt zu Hunden, die ständig draußen sind, das Abwehrsystem der Kleinen noch mehr stärkt. Gleiches gilt dann wohl auch für das Zusammenleben mit Freigänger-Katzen.
Inwieweit sich Hund oder Katze als gesundheitliche Präventionsmaßnahme bei älteren Kindern auswirken, wurde in der Studie nicht untersucht. Auch Aspekte wie Stillen und genetische Veranlagungen wurden in der Studie nicht berücksichtigt. Dennoch scheinen die Vierbeiner gerade den ganz Kleinen nicht nur seelisch, sondern auch körperlich gut zu tun.
Quelle & Originalstudie: Bergroth, Elija et al.: Respiratory Tract Illnesses During the First Year of Life: Effect of Dog and Cat Contacts, Pediatrics; originally published online July 9, 2012, http://pediatrics.aappublications.org/content/early/2012/07/03/peds.2011-2825
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