12.04.2019

Kreuzallergien: Erhitzen von Lebensmitteln schützt nicht immer

Nicht nur Pflanzenpollen machen Heuschnupfen-Patienten zu schaffen. Oft reagieren sie auch auf pollenähnliche Eiweißbestandteile in Lebensmitteln allergisch. So können Birkenpollenallergiker z.B. beim Verzehr von Äpfeln und Walnüssen mehr oder weniger die Auswirkungen einer Kreuzallergie spüren.

Wer Heuschnupfen hat, reagiert häufig nicht nur auf Pollen allergisch, sondern auch auf bestimmte Lebensmittel. Schuld daran sind sogenannte Kreuzallergien. So reagieren viele Pollenallergiker, die mit Birke, Hasel und Erle Probleme haben, zum Beispiel beim Verzehr von Äpfeln, Birnen, Kirschen, Nektarinen, Pflaumen sowie bei vielen Nusssorten, vor allem Haselnüssen und Walnüssen, allergisch. Es kann im Mundbereich jucken und kribbeln, außerdem können allergische Symptome an Augen, Nase, unteren Atemwegen oder im Magen-Darm-Trakt auftreten.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Betroffene darauf komplett verzichten müssen: Die Allergene in vielen Lebensmitteln sind nicht hitzebeständig, sie werden beim Kochen oder Backen also zerstört. Rohe Äpfel können Birkenpollen-Allergiker deshalb oft nicht essen, vor allem nicht in der Pollensaison, wenn ihr Immunsystem auf Hochtouren läuft, Apfelsaft oder Apfelkuchen aber schon. Andere Allergene wiederum, in Erdnüssen oder Haselnüssen zum Beispiel, sind hitzebeständig: Hier nützt auch Kochen nichts.

Eventuell kann es bei manchen Lebensmitteln helfen, verschiedene Sorten auszuprobieren. Beim Apfel etwa sind Altländer, Gloster oder Hammerstein vergleichsweise arm an Allergenen. Manche Birkenpollen-Allergiker können diese Sorten deshalb zumindest in kleinen Mengen essen - auch roh.

äin-red
Quelle: dpa, Bundesverband der Lebensmittelchemiker im öffentlichen Dienst