02.02.2018

Kehlkopfkrebs: Vorsorge-Check für Raucher besonders wichtig

Am 4. Februar 2018 ist Weltkrebstag. Dies möchten die HNO-Ärzte zum Anlass nehmen, um gerade Raucher an die Früherkennung von Kehlkopfkrebs zu erinnern. Die Heilungschancen sind im Frühstadium hoch...

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Weltweit steigt die Zahl der Krebserkrankungen. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Neben genetischen Einflüssen spielen das individuelle Gesundheitsverhalten, Umweltfaktoren sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen eine Rolle. In Deutschland erkranken laut RKI-Bericht zum Krebsgeschehen jährlich nahezu 600.000 Menschen neu an Krebs, etwa 225.000 sterben an den Krankheitsfolgen. Krebs ist damit nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland.

Am 4. Februar 2018 ist Weltkrebstag. An diesem Tag stehen die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen im Mittelpunkt. Ausgerufen wurde der Aktionstag erstmals in 2007 von der Welt-Krebsorganisation UICC. Anlässlich des Weltkrebstages möchten die HNO-Ärzte an Krebsarten wie Kehlkopfkrebs erinnern, zumal dieser durch den frühzeitigen Vorsorge-Check beim HNO-Arzt in vielen Fällen heilbar ist.

Böse Tumoren des Kehlkopfes (Larynxkarzinom) verursachen - wie so viele Krebsarten - im Frühstadium keine Beschwerden und werden deswegen oft zu spät erkannt. Der HNO-Arzt kann mit einer schmerzfreien optischen Untersuchung (Stroboskopie) des Kehlkopfes bzw. der Stimmbänder Krebs in der Frühphase feststellen oder sogar schon vorher Veränderungen erkennen, die zur Entwicklung von Kehlkopfkrebs führen können. Je früher Kehlkopfkrebs bzw. seine Vorstufen behandelt werden, desto höher sind die Heilungschancen bzw. die Chance, dass der Krebs sich gar nicht erst entwickelt. Raucher, die zu den Hochrisiko-Patienten für Kehlkopfkrebs gehören, sollten sich daher regelmäßig von ihrem HNO-Arzt untersuchen lassen. Eine jährliche Kontrolle ist für Raucher ab 40 Jahren ratsam.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 3.000 Männer und 500 Frauen neu an Kehlkopfkrebs. Zu den Hauptrisikofaktoren zählt neben dem Rauchen Alkohol. Aber auch eine chronische Infektion mit Humane Papillom-Viren, kurz HPV, kann bei der Entstehung von Kehlkopfkrebs eine Rolle spielen.

Quellen: äin-red, Bundesministerium für Gesundheit, Dt. Krebshilfe, Robert Koch-Institut (RKI) & Zentrum für Krebsregisterdaten

Weitere Infos auch beim Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V. unter http://kehlkopfoperiert-bv.de