06.04.2018

Heuschnupfen: Starker Birkenpollen-Flug erwartet

Die ersten warmen Frühlingstage im Jahr können auch Nachteile haben. Wer auf Birkenpollen stark allergisch ist, wird in den nächsten Wochen wahrscheinlich an der frischen Luft wenig Freude haben.

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Der rasante Temperaturanstieg und das damit verbundene Aufblühen der Natur kann einigen Allergikern ein paar Leidenswochen bescheren. "Wir rechnen in wenigen Tagen in ganz Deutschland mit einem massiven Pollenflug bei der Birke", sagt Thomas Dümmel, Meteorologe an der Freien Universität Berlin. Durch die kalten Wochen im Februar und März habe sich die Blüte verzögert. Nun aber sei mit einer kleinen Explosion zu rechnen. "Und zwar bei allen Birken gleichzeitig, egal ob an sonnigen oder schattigen Standorten", ergänzt Dümmel. Auf natürliche Weise könne Allergikern nur viel Regen helfen, der Pollen zu Boden drücke. "Danach sieht es aber in der nächsten Woche nicht aus."

Birken können pro Kubikmeter Luft tausende Pollen freisetzen. In der Regel seien es auf diesem kleinen Raum 3.000 bis 5.000 Pollen, erläutert Dümmel. Sehr schlecht für Allergiker sei trockenes und windiges Wetter. Dann fliegen Pollen besonders gut. Die Birke blühe rund 20 bis 25 Tage lang, erläutert Dümmel.

Von Hasel und Erle drohe dagegen kein Ungemach mehr. "Die sind jetzt mit ihrer Blüte weitgehend durch", sagte Dümmel. Ab Mai beginne dann die Gräserblüte, die ebenfalls vielen Allergikern zu schaffen mache.

Für Allergiker, die stark auf Birkenpollen reagieren, stehen verschiedene Akut-Medikamente zur Verfügung. Heuschnupfen-Patienten sollten sich hierzu von ihrem Arzt und/oder Apotheker beraten lassen. Außerdem helfe es, vor dem Betreten von Innenräumen Schuhe und Jacke auszuziehen und möglichst im Eingangsbereich zu lassen. Kleidungsstücke von draußen sollten auf keinen Fall mit im Schlafzimmer liegen. Bei langen Haaren sei es ratsam, sie vor dem Schlafengehen zu waschen.

Nach der Pollensaison sollten Betroffene mit ihrem HNO-Arzt die Möglichkeiten einer nachhaltigen Allergiebehandlung (Hyposensibilisierung) besprechen.

Quelle: dpa, äin-red