24.01.2019

Grippewelle 2018/19: Einige Tipps im Überblick

Langsam beginnt die diesjährige Grippewelle. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) hervor. Hier einige Tipps und Verhaltensmaßnahmen rund um das Thema Grippe (Influenza).

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Die Grippewelle startet in Deutschland. Die Grippe (Influenza) ist alles andere als eine harmlose Krankheit - das zeigen allein die dramatischen Zahlen aus der vergangenen Influenza-Saison in Deutschland. Wie schützt man sich vor Ansteckung? Und was tun, wenn die Infektion schon da ist? Die wichtigsten Tipps und Verhaltensregeln rund um die Krankheit im Überblick:

Wie schütze ich mich vor einer Grippe-Infektion?

Das Robert Koch-Institut rät erstens zum Abstand von den Mitmenschen, wenn möglich auch in vollen Bahnen und Bussen, und zweitens zu gründlichem Händewaschen. Das bedeutet: Immer mit Seife waschen und mindestens 20 bis 30 Sekunden lang. Die Stiftung Gesundheitswissen rät darüber hinaus, auch auf Händeschütteln und freundschaftliche Umarmungen zu verzichten. Niesen und Husten sollte man am besten in Einwegtaschentücher - die man danach sofort entsorgt - oder notfalls in die Ellenbeuge. Und frische Luft schadet ebenfalls nicht.

Ich habe keine Grippe-Schutzimpfung. Lohnt sie sich jetzt noch?

Ja (vorausgesetzt, es ist noch Impfstoff im jeweiligen Bundesland verfügbar). Bis sich der Impfschutz nach dem Pikser richtig aufgebaut hat, vergehen zwar zehn bis vierzehn Tage. Die Dauer einer Grippewelle lässt sich aber nur schwer voraussagen und kann deutlich darüber liegen. Und manchmal folgt auf eine erste auch noch eine zweite Grippewelle.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung allen Menschen ab 60 Jahren, allen Schwangeren spätestens ab dem 2. Trimester, medizinischem Personal, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie vielen Menschen mit chronischen Grunderkrankungen. Das sind etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronische Nieren- und Leberleiden, Multiple Sklerose sowie Diabetes. Gesunden Erwachsenen unter 60 wird die Impfung nicht ausdrücklich empfohlen, sie sind aber keineswegs vor einer Influenza gefeit und können sich ebenfalls mit einer Impfung schützen. Gleiches gilt für gesunde Kinder ab sechs Monaten.

Woran erkenne ich die Grippe? Oder ist das nur eine Erkältung?

Eine gewöhnliche Erkältung heißt auch grippaler Infekt, hat mit der echten Grippe oder Influenza aber nicht viel zu tun. Die Grippe beginnt im Gegensatz zur Erkältung nicht schleichend, sondern kommt schlagartig. Typisch für die Grippe sind hohes Fieber, ein schlechtes Allgemeinbefinden, Husten und Gliederschmerzen. Bei der Erkältung stehen eher Schnupfen und Halsschmerzen ohne oder nur mit mäßigem Fieber im Vordergrund. In fünf bis sieben Tagen sollte bei beiden Krankheiten das Schlimmste vorbei sein, das Schlappsein nach einer Grippe kann aber durchaus länger währen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Was tun bei Grippe?

In jedem Fall ist eine Arbeitsauszeit wichtig - zum Eigenschutz und zum Schutz der anderen. Wichtig ist es außerdem, viel zu trinken. Das gleicht den Flüssigkeitsverlust durch Fieber und starkes Schwitzen aus und hält die Schleimhäute feucht. Die üblichen Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie ASS (Acetylsalicylsäure) oder Ibuprofen helfen bei Kopf- und Gliederschmerzen. Darüber hinaus kann der Arzt Medikamente verschreiben, die das Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Die wirken aber nur, wenn Betroffene sie spätestens 24 bis 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome nehmen. Antibiotika helfen bei Grippe nicht.

Quelle: dpa, äin-red