03.05.2019

Grippe: Weniger Influenza-Kranke als im vergangenen Winter

Tausende hat es auch in dieser Grippesaison wieder schwer erwischt. Doch die Krankheitswelle ist nun vorbei und so schlimm wie in der Vorjahressaison war es bei weitem nicht.

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Die Grippewelle in Deutschland ist überstanden - und sie verlief weitgehend moderat. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Die meisten der Leute, die jetzt noch mit den vermeintlichen Grippesymptomen zum Arzt gehen, hätten mit Erkältungsviren und nur noch selten mit der echten Influenza zu kämpfen.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) in Nordrhein-Westfalen beispielsweise spricht mit Blick auf die gemeldeten Grippefälle von einer "mittelmäßigen Saison". Bis zum 21. April waren dem LZG mehr als 20.200 bestätigte Grippefälle gemeldet worden - während der dramatischen Grippesaison davor waren es zu diesem Zeitpunkt gut 15.000 Fälle mehr gewesen. Im Winter 2016/17 waren es allerdings mit rund 9.500 Fällen deutlich weniger.

Diesmal sei die Grippesaison im Herbst und Winter zunächst glimpflich verlaufen, habe dann aber im Februar gemessen an gemeldeten Fallzahlen an Intensität zugenommen. Ihren Höhepunkt erreichte die Erkrankungswelle demnach Mitte Februar mit fast 3.000 gemeldeten Fällen binnen einer Woche. Zuletzt erkrankten nur noch rund 100 Menschen in einer Woche nachweislich an Influenza. Die Grippewelle hatte das RKI bereits Anfang April für beendet erklärt.

Zum tatsächlichen Verlauf und der Intensität der Grippesaison sei aber die Zahl der laborbestätigten Infektionen nicht allein aussagekräftig. Zum einen sei die Dunkelziffer hoch, zum anderen sage eine Diagnose wenig über die Schwere der Erkrankung. Eine abschließende Auswertung legen die RKI-Experten erst im Herbst vor.

Quelle: dpa