15.01.2020

Gewöhnungseffekt: Nasenspray kann süchtig machen

Bei einem starken Schnupfen hilft Nasenspray, um besser atmen zu können - vor allem nachts. Danach sollte man es aber zügig wieder absetzen, sonst tritt ein Gewöhnungseffekt ein und die Schleimhäute schwellen nicht mehr von allein ab.

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Nasenspray hat keine berauschende Wirkung - anders als etwa Alkohol und andere Drogen, die süchtig machen können Allerdings besteht die Gefahr einer körperlichen Abhängigkeit. Das gilt für alle Nasensprays mit gefäßzusammenziehender, also abschwellender Wirkung. Sie sorgen bei akutem Schnupfen dafür, dass die Nase wieder frei wird. Das ist erst einmal positiv - nach fünf bis sieben Tagen tritt allerdings ein Gewöhnungseffekt ein. Die Schleimhäute schwellen dann ohne Nasenspray gar nicht mehr ab. 

Und das hat negative Folgen. Denn erstens kann der permanente Einsatz von Nasenspray die Schleimhaut schädigen, zweitens droht der Verlust der Geruchsfähigkeit - und damit auch der Geschmacksfähigkeit. Um das zu verhindern, sollte man abschwellendes Nasenspray nie länger als fünf bis sieben Tage nehmen. Sind die Beschwerden noch nicht verschwunden, lässt es sich danach durch andere Sprays ersetzen, mit Kochsalz zum Beispiel: Hier besteht keine Gefahr der Abhängigkeit.

Quelle: dpa, Bundesapothekerkammer