05.10.2018

Bei Heiserkeit Stimme schonen

Jeder kennt es von Konzerten, Besuchen von Sportevents oder langen Vorträgen: Übertreibt man es mit dem (laut) Sprechen bzw. Anfeuern, wird die Stimme irgendwann heiser oder es kommt gar kein Ton mehr raus. Aber was hilft, wenn die Stimmbänder bzw. Stimmlippen überstrapaziert sind?

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Die Stimme wird mit Hilfe der Stimmlippen gebildet, einem hochkomplexen Geflecht aus feiner Muskulatur, Schleimhäuten und anderem Gewebe. Sie werden in Schwingung versetzt und bewegen dadurch Luft, so dass im Resonanzraum - der Nase und ihren Nebenhöhlen - Töne entstehen. Schon die kleinste Störung bringt dieses System aus dem Gleichgewicht, erklärt Priv.-Doz. Dr. Annekatrin Coordes, Oberärztin an der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde an der Charité Universitätsmedizin Berlin.

Wurden die Stimmlippen zum Beispiel überstrapaziert, treten lokale Entzündungen auf. Die Stimme verändert sich. Etwas Ähnliches passiert bei Infekten oder wenn sich Knötchen an den Stimmlippen bilden.

Was hilft bei Überbelastung der Stimme?

Der wichtigste Rat an dieser Stelle ist: Die Stimme zu schonen. Das heißt, am besten eine Zeit lang nicht sprechen. Inhalationen, die die Atemwege erwärmen und befeuchten, seien ebenfalls empfehlenswert. Hat man ansonsten keine Beschwerden, ist ein Arztbesuch erstmal nicht nötig.

Bleibt die Heiserkeit allerdings länger als vier Wochen bestehen, sollten Betroffene einen HNO-Arzt konsultieren. "In dem Fall ist es sinnvoll, zu schauen, ob sich Veränderungen an den Stimmlippen gebildet haben", rät Priv.-Doz. Dr. Coordes.

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äin-red

Quelle: dpa