23.10.2012
ASS-Intoleranz kann allergieähnliche Symptome auslösen
Eine Unverträglichkeit von Salicylaten (z.B. in Aspirin), eine sogenannte ASS-Intoleranz, kann zu Schnupfen, schlechter Nasenatmung oder Nasennebenhöhlenentzündungen führen...
Eine ASS-Intoleranz (ASS = Acetylsalicylsäure) wird hervorgerufen durch Salicylate, die in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten sowie in dem Schmerzmittel Aspirin enthalten sind. Salicylate können bei einigen Menschen allergieähnliche Symptome wie Fließschnupfen oder eine verstopfte Nase, bis hin zu Hautausschlägen und Asthma sowie chronische Nasennebenhöhlenentzündungen und wiederkehrende Nasenpolypen auslösen. Gehen Patienten wegen der vermeintlich allergischen Symptome bzw. Nasenpolypen zum HNO-Arzt, sollten sie angeben, wenn sie öfter Aspirin einnehmen.
Um die ASS-Intoleranz zu behandeln, müssen Betroffene auf jegliche Schmerzmittel verzichten, die Salicylate enthalten. Ihre Ernährung sollten Patienten ohne ärztliche Absprache aber nicht umstellen, da es dadurch zu einer Mangelernährung kommen könnte.
Durch eine Langzeitbehandlung des Patienten mit Salicylaten, ähnlich wie bei einer Immuntherapie im Rahmen einer Allergiebehandlung, kann eine Besserung der Intoleranz erzielt werden. Bei dieser so genannten oralen adaptiven Desaktivierung führt der Arzt dem Patienten kontrolliert ASS in langsam steigenden Dosen zu. Häufig muss diese Therapie über lange Zeit mit geringen ASS-Mengen fortgesetzt werden. Regelmäßige Kontrollbesuche beim Gastroenterologen sind dann wichtig, da die Behandlung die Magenschleimhäute angreift.
Quelle: Redaktion "Monks - Ärzte im Netz"
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