13.06.2018

Allergiker profitieren von regelmäßigen Nasenspülungen

Allergie-Patienten sollten regelmäßig ihre Nase spülen. Dadurch werden die Akutsymptome gelindert, die Nasenschleimhaut wird gepflegt und das Riechvermögen bleibt erhalten.

Es kribbelt, es juckt, die Nase läuft - Allergiker kennen diese Symptome. In der Heuschnupfen-Saison sind die Schleimhäute in der Nase ständig gereizt. "In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Nase regelmäßig mit einer isotonen Salzlösung zu spülen", erklärt Dr. Michael Deeg vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. "Dadurch werden die Schleimhäute von den Allergenen befreit und die Beschwerden gelindert."

Sinnvoll ist die Spülung aber noch aus einem anderen Grund: Sie pflegt die Nasenschleimhaut. Chronische Entzündungen - wie bei Allergikern - könnten oft eine veränderte Schleimhaut aufweisen, erklärt Dr. Deeg. Eine Folge: Polypen können das Riechvermögen nachhaltig stören. "Die Moleküle können das Riechareal in der Nase einfach nicht mehr erreichen."

In diesem Fall können kortikosteroide Medikamente helfen, die sowohl als Spray als auch in besonderen Fällen in Tablettenform verabreicht werden können. Die Medikamente wirken entzündungshemmend. "Auch die Nasenpolypen können sich zurückbilden und das allgemeine Riechvermögen so wieder verbessert werden." Hilft das nicht, ist unter Umständen ein Eingriff nötig. Der HNO-Arzt berät Betroffene zu den möglichen Behandlungsmethoden.

Quelle: dpa