17.12.2020

Allergiker müssen beim Plätzchen-Naschen vorsichtig sein

Heuschnupfen-Patienten müssen aufpassen, wenn sie Weihnachtsplätzchen und Lebkuchen essen. Denn aufgrund von Kreuzallergien kann es passieren, dass sie überempfindlich auf bestimmte Gewürze und Nüsse reagieren.

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Menschen mit einer Pollenallergie dürfen nicht jedes Weihnachtsgebäck naschen. Denn aufgrund sogenannter Kreuzallergien kann es sein, dass sie überempfindlich auf Gewürze und Nüsse reagieren. Diese enthalten Stoffe, die ähnlich aufgebaut sind wie etwa Birkenpollen und daher bei Heuschnupfen-Patienten zu allergischen Reaktionen führen können.

Eine solche Kreuzallergie macht sich zum Beispiel durch ein Kribbeln auf der Zunge und im Hals oder als Juckreiz am Gaumen und den Ohren bemerkbar. Solche Reaktionen sind zunächst meist harmlos. Gefährlich sind aber Schwellungen in Mund und Rachen, da sie zu Atemnot führen können.

Aus Sicherheitsgründen Weihnachtsgebäck lieber selbst backen

Allergiker backen ihr Weihnachtsgebäck am besten selbst. Zwar ist bei gekauftem Gebäck EU-weit die Deklaration vieler häufiger Allergieauslöser vorgeschrieben. Dennoch können abgepackte Lebensmittel Spuren von allergieauslösenden Inhaltsstoffen enthalten, ohne dass sich auf der Verpackung ein Hinweis darauf findet.

Beim Selberbacken empfiehlt die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) Nussallergikern, Rezepte zu meiden, die Nougat oder Marzipan enthalten. Weizenallergiker können als Weizenersatz etwa Buchweizenmehl oder Roggenmehl nehmen. Wer hochgradig allergisch auf kleine Mengen Haselnüsse oder Erdnüsse reagiert, kann diese beim Selbstbacken durch Mandeln, Haferflocken, Kokosraspeln oder Amaranth ersetzen. Milch lässt sich gegen Soja-, Reis- oder Haferdrinks austauschen. Einen Eier-Ersatz erhält der Hobbybäcker, indem er zwei Esslöffel Wasser, einen Esslöffel Pflanzenöl und einen halben Teelöffel Backpulver mischt. Eine andere Möglichkeit ist industriell gefertigter Eier-Ersatz.

Quellen: Deutscher Allergie- und Asthmabund, Europäische Stiftung für Allergieforschung in Berlin, dpa

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