03.05.2012

Allergieprävention: Fisch ist für Mutter und Baby ratsam

Früher ging man davon aus, dass Säuglinge erst spät Nahrungsmittel essen sollten, die häufig Allergien auslösen wie z.B. Fisch. Doch neuere Untersuchungen zeigen, dass es besser ist, mögliche Allergene früh einzuführen, um eine Toleranz zu erreichen...

Eltern können bereits im Mutterleib und im ersten Lebensjahr ihres Kindes durch Ernährung sowie bestimmte Verhaltensmaßnahmen das Risiko für die Entwicklung von Allergien deutlich senken. Dies gilt vor allem für Familien, die nicht genetisch vorbelastet sind. „Früher ging man davon aus, dass Säuglinge vor Nahrungsmitteln, die häufig Allergien auslösen, so genannte Allergene, bewahrt werden sollten. Doch neuere Untersuchungen besagen, dass es besser ist, Allergene früh einzuführen, um eine Toleranz zu erreichen", erklärt Dr. Sylvia Schnitzer vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Eine besondere Stellung nimmt hierbei Fisch ein, der als Allergieauslöser bekannt ist. „Isst eine werdende oder stillende Mutter reichlich Fisch oder erhält ein Kind im ersten Lebensjahr davon, senkt dies das Risiko für die Bildung von Allergien. Dies ist noch eine recht neue Erkenntnis, dass ein potenzielles Allergen gleichzeitig vorbeugend wirken kann", betont die niedergelassene HNO-Ärztin aus Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern.

Neben dem Stillen über mindestens vier Monate tragen eine rauchfreie Umgebung, das Vermeiden von Übergewicht sowie ein kompletter Impfschutz zur Allergievorbeugung bei.  „Beikost kann nach den aktuellen Richtlinien zur Allergieprävention ab Beginn des fünften Lebensmonats gegeben werden. Säuglinge, deren Mutter nicht stillen kann, sollten bis dahin hydrolysierte Milchnahrung - so genannte HA-Babynahrung mit stark aufgespaltenen Eiweißen - erhalten", empfiehlt Dr. Schnitzer. Außerdem sollten Risikokinder, d.h. Kinder bei denen mindestens ein Elternteil Allergiker ist, möglichst keine Katze im Haushalt haben. „Denn das Immunsystem bei erblich vorbelasteten Kindern reagiert oft gerade auf Katzenhaare und Ausscheidungen von Katzen sehr sensibel", warnt die Allergie-Expertin des HNO-Berufsverbandes.

Diese Pressemeldung des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte (BVHNO) ist zur Veröffentlichung (ohne Bild) freigegeben. Bitte weisen Sie bei Verwendung im Printbereich auf das Informationsportal des BVHNO, www.hno-aerzte-im-netz.de, hin. Bei Online-Veröffentlichung erbitten wir eine Verlinkung auf die Website.