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Stroboskopie

Bei einer Stroboskopie wird das Schwingungsverhalten der beiden Stimmbänder im Kehlkopf untersucht. Dabei kommt ein Gerät zum Einsatz, dass es ermöglicht, die Einzelschwingungen der so genannten Stimmlippen sichtbar zu machen. Denn diese sind viel zu schnell, um mit dem bloßen Auge erkannt zu werden. Also bedient man sich des Lupen-Stroboskops: dies ist ein Endoskop mit Vergrößerungsoptik, über das von einer besonderen Blitzlichtquelle Lichtblitze auf die Stimmbänder auftreffen. Die Frequenz dieser Lichtblitze wird dabei erhöht und erniedrigt, so dass jede Einzelschwingung der Stimmlippen beleuchtet wird. Auf diese Weise entsteht dann gewissermaßen eine Zeitlupenaufnahme der Stimmbänderschwingungen. Sie setzt sich aus den verschiedenen aufeinander folgenden Phasen der Schwingungen zusammen. Anhand der Symmetrie zwischen den beiden Stimmlippen, der Regelmäßigkeit der Wellenbewegungen und deren Auslenkung (Amplitude) lassen sich dann funktionelle Störungen der Stimmbänder feststellen.

Mit Hilfe der Stroboskopie können funktionelle Stimmstörungen erkannt und genauer unterschieden werden. Darüber hinaus lassen sich dabei infiltrierende Prozesse wie bei bösartigen Veränderungen (z.B. Kehlkopfkrebs) sowie tiefgreifende Entzündungen der Stimmbänder genauer diagnostizieren. Die Untersuchung wird routinemäßig ambulant in den HNO-Praxen durchgeführt und bereitet keine Schmerzen.

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Ambrosia: Hochallergene Pflanze wird in Rheinland-Pfalz verstärkt bekämpft

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Als "Einwanderer" fühlt sich die hochallergene Beifuß-Ambrosie in Deutschland sehr wohl und breitet sich immer mehr aus. Schon wenige Pollen reichen für eine allergische Reaktion aus. Um die Gefahr einzugrenzen, werden in Rheinland-Pfalz die Vorkommen nun im Internet gesammelt...

Hören besser verstehen - Weiterentwicklung der Cochlea-Implantate

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Wenn Kinder sprechen lernen, sind sie auf ein funktionsfähiges Gehör angewiesen. Hochgradig schwerhörigen Menschen können sogenannte Cochlea-Implantate das Hören wieder ermöglichen, indem sie den Hörnerv elektrisch erregen. Forscher der Technischen Universität München (TUM) arbeiten daran, die derzeitigen Grenzen dieser Technologie zu überwinden. Sie erforschen die Umsetzung der Signale im Hörnerv und ihre neuronale Verarbeitung im Gehirn. Mit den von ihnen entwickelten Computermodellen wollen...

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