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Abtastuntersuchungen

Die Abtastuntersuchung (Palpation) im Kopf-Bereich erfolgt abhängig vom Beschwerdebild. In der Regel dient sie zur Absicherung anderer Untersuchungsergebnisse. Je nach der zu untersuchenden Körperregion gestaltet sich die Palpation unterschiedlich.

Ohren

Eine Schwellung am Ohr wird auf ihre Konsistenz, Ausdehnung und Schmerzhaftigkeit untersucht. Darüber hinaus prüft der HNO-Arzt durch Druck mit seinen Fingerspitzen - häufig auch durch Klopfen - und durch Ziehen, ob Schmerzen an der Ohrmuschel und/oder in deren Umgebung bestehen. Dabei untersucht er auch den Warzenfortsatz, den Bereich direkt hinter der Ohrmuschel, und die Umgebung der Ohrmuschel.

Nase und Nebenhöhlen

Bei einer Palpation der Nase tastet der HNO-Arzt den Nasensteg ab und hebt dabei auch die Nasenspitze an. Damit kann er unter anderem prüfen, ob eine Abweichung der vorderen Kante der Nasenscheidewand vorliegt. Ferner wird das Nasengerüst auf Schmerzen oder Veränderungen abgetastet. Zur Palpation der Nebenhöhlen klopft der Arzt leicht auf die Bereiche, unter denen die Stirnhöhlen sowie die Kieferhöhlen liegen. Der Nasen-Rachen-Raum wird nur in Ausnahmefällen abgetastet. Falls erforderlich, erfolgt dies mit dem Zeigefinger durch den Mund im Bereich hinter dem Gaumensegel. Schließlich kann der HNO-Arzt prüfen, ob ein Druckschmerz an den Austrittspunkten des Trigeminusnerv (5. Hirnnerv) besteht.

Mundhöhle und Rachen

In den Regionen der Mundhöhle und des Rachens erfolgt die Untersuchung von außen und innen: Rachenmandeln, Zunge und Wangen werden auf Veränderungen, schmerzhafte Stellen und Schwellungen abgetastet. So können unter anderem Veränderungen der Speicheldrüsen im Mundbodenbereich - wie Vergrößerungen oder Schmerzen - festgestellt werden. Wichtig ist auch das Abtasten der Lymphknotengebiete unterhalb des Unterkiefers und am Hals. Schließlich kann die Beweglichkeit der Zunge überprüft werden.

Kehlkopf

Beim Abtasten des Kehlkopfs prüft der HNO-Arzt die Schmerzempfindlichkeit und Konsistenz sowie mögliche Veränderung am Kehlkopf. Weiterhin untersucht er die Beweglichkeit des Kehlkopfes beim Schlucken und die Lage der Schilddrüse zum Kehlkopfgerüst. An dieser Region erfolgt ein genaues Abtasten der Lymphknoten, um etwaige Knoten und Schwellungen ausfindig machen zu können.

Hals

Der Hals wird mit beiden Händen abgetastet. Einmal von vorn sowie von hinten - jeweils am sitzenden Patienten, der seinen Kopf dabei leicht nach vorne neigt. Der HNO-Arzt achtet vor allem auf Verdickungen oder Knotenbildungen im seitlichen Halsbereich, an der Schilddrüse und an den Speicheldrüsen. Sein Augenmerk richtet sich natürlich auch auf Größe, Schmerzempfindlichkeit und Verschiebbarkeit der Lymphknoten an den Halsseiten.

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