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Hörbahn - so hören wir

Unser eigentliches Hörorgan befindet sich im Innenohr - die so genannte Schnecke (Cochlea). Hier werden die Hörsinneseindrücke wahrgenommen und über den 8. Hirnnerven zum Gehirn weitergeleitet.

HörbahnDie über die Ohrmuschel aufgenommenen Schallwellen werden durch den Gehörgang geleitet und versetzen das Trommelfell in Schwingungen. Diese werden auf die Gehörknöchelchenkette (Hammer, Amboss und Steigbügel) übertragen und gelangen auf diese Weise zum ovalen Fenster des Innenohres: Hier mündet die Fußplatte des Steigbügelknochens und leitet die Schallschwingungen an die Perilymphe des aufsteigenden oberen Ganges (Scala vestibuli) der Schnecke weiter. Die Schwingungen durchlaufen als Wellen die Lymphflüssigkeit bis zur Schneckenspitze. Von dort wandern sie über eine Verbindungsöffnung weiter durch den absteigenden, unteren Gang (Scala tympani) hinab zum runden Fenster, wo sie schließlich verebben. Durch die gegenläufigen Wellenbewegungen in der Perilymphe wird auch die Basilarmembran am mittleren Schneckengang in Schwingungen versetzt. Das führt dazu, dass die feinen Härchen der Haarzellen auf der Basilarmembran verbogen werden. Dieser mechanische Biegungsreiz erregt die Haarzellen und erzeugt ein elektrisches Potenzial. Es wird an die Nervenfasern unter dem Innenohr und dann zum Hörnerven, der gemeinsam mit dem Gleichgewichtsnerven zum Gehirn verläuft (Nervus vestibulocochlearis), weitergeleitet. Er übermittelt die Schallempfindungen zum Hörzentrum im Schläfenlappen des Großhirns.

Hier setzt der Prozess des Verstehens der akustischen Information ein: Die übermittelten Schallempfindungen werden in einem komplexen Nervenzellen-Netzwerk mit bestehenden Erinnerungen und Erfahrungen abgeglichen und in Sprache „übersetzt".

Bildquelle: ©Gary Cornhouse / Fotolia.com

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