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Tympanoplastik

Eine Tympanoplastik ist ein operatives Verfahren im Mittelohr und dient der Verbesserung des Hörvermögens bei Störungen in der Schallübertragung zwischen äußerem Ohr und der Hörschnecke, von so genannten Schallleitungsstörungen. Hierbei werden nicht nur Erkrankungsherde im Ohr ausgeräumt und Trommelfellperforationen geschlossen, sondern auch Gehörknöchelchen wieder aufgebaut oder ersetzt. Die Tympanoplastik erfolgt je nach Umfang ambulant oder stationär, unter dem Operationsmikroskop mit mikrochirurgischen Instrumenten - inzwischen ein Routineeingriff für den geübten HNO-Operateur.

Der HNO-Arzt setzt hinter dem Ohr, mitunter auch davor, einen kleinen Hautschnitt. Dann werden die Erkrankungsherde ausgeräumt und die defekten Gehörknöchelchen (Steigbügel, Amboss oder Hammer) umgesetzt oder durch Prothesen ersetzt. Diese übernehmen hinfort die Schallübertragung. Die Prothesen bestehen häufig aus Biokeramik, Edelstahl oder Titan.

Ist ein Loch im Trommelfell die Ursache des gestörten Hörvermögens, wird ein Stück Muskelhaut von einem Muskel oberhalb des Ohres oder ein Stück Knorpelhaut von der Ohrmuschel entnommen. Das wird dann unter das Trommelfell transplantiert - also gewissermaßen damit geflickt. Eine Folie stützt zunächst das neue Trommelfell und der Gehörgang wird tamponiert.

Nach der Operation wird das Ohr verbunden. Der Wundschmerz ist gering. Manchmal kommt es zu Schwindel, der jedoch rasch wieder zurückgeht. Nach einer Woche entfernt der HNO-Arzt die Fäden. In den Wochen darauf werden die Tamponade und die Folie vor dem Trommelfell entfernt.

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