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Ballonkatheter

Ballonkatheter sind feine Katheter, also Röhrchen, aus Kunststoff, die an ihrer Spitze einen durch Flüssigkeit oder Luft zu füllenden kleinen Ballon tragen. Sie finden in der Medizin vielfältigen Einsatz, so auch in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Hier dienen sie allen voran der Behandlung von chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen. Dabei werden verengte Stellen in den Nasennebenhöhlen und den Kanälen des Nasen-Rachen-Raumes durch das Einführen und Aufblasen des Ballons geweitet. So kann gestautes Sekret mit den darin angesammelten Viren oder Bakterien abfließen und die chronische Entzündung abheilen.

Das Einbringen des Ballonkatheters geschieht unter Kontrolle eines Röntgenbildes: Der HNO-Chirurg tastet sich mit einem Endoskop, an dem der Katheter befestigt ist, zu der Engstelle vor. Sobald der Katheter an der richtigen Stelle platziert ist, wird der Ballon aufgepumpt. Im Zuge dessen werden kleine Knochenstege gesprengt und die verengte Stelle auf diese Weise geweitet. Die Schleimhaut bleibt dabei unverletzt - ein wichtiger Vorteil dieser Behandlungsmethode. Es kommt also nicht zur Bildung von Narben. Entsprechend ist auch die Nachbehandlung weniger komplex als bei konventionellen chirurgischen Eingriffen. So treten nach der Behandlung kaum Schmerzen auf. Während der Behandlung wird der Patient örtlich betäubt. Der Ballonkatheter kann deshalb auch ambulant eingeführt werden und der Patient noch am Tag des Eingriffes wieder nach Hause gehen.

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