17.03.2017

WHO: Vernachlässigung von Hörschäden kostet Milliarden

Jeder neunte Mensch mit Gehörschädigung ist ein Kind. Weltweit sind 360 Millionen Menschen betroffen, 32 Millionen Kinder, berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.

Das Problem werde in vielen Ländern vernachlässigt, und das koste im Jahr weltweit rund 750 Milliarden Dollar. Die WHO zählt zu den vermeidbaren Ausgaben unter anderem Kosten für gesundheitliche Probleme, für unterstützende Dienste in Schulen, für Verdienstausfälle durch Arbeitslosigkeit und Frührente und auch Folgekosten durch Kommunikationsschwierigkeiten, Isolation und Stigma, wie viele Betroffene es erleben. Zwei Drittel der Kosten fielen in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen an.

Dabei könne durch frühe Intervention vielen geholfen werden, so die WHO. Bei Kindern müssten Hörschwierigkeiten früh diagnostiziert und behandelt werden. Zudem müssten Kinder und Erwachsene bei Bedarf frühzeitig Hörhilfen bekommen.

Quelle: dpa, WHO
http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs300/en/

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