01.02.2016

Weltkrebstag: Raucher jährlich zum Kehlkopf-Check

Weltweit steigt die Zahl der Krebserkrankungen. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Neben genetischen Einflüssen spielen das individuelle Gesundheitsverhalten, Umweltfaktoren sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen eine Rolle. In Deutschland erkranken jährlich nahezu 500.000 Menschen neu an Krebs, etwa 225.000 sterben an den Krankheitsfolgen. Krebs ist damit nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland.

Am 4. Februar 2016 ist Weltkrebstag, der dieses und die nächsten beiden Jahre unter dem Motto "Wir können. Ich kann." steht. Dadurch möchte die Weltkrebsorganisation (UICC) betonen, dass sich jeder engagieren kann - egal ob als Einzelperson oder im Kollektiv. Anlässlich des Weltkrebstages möchten die HNO-Ärzte auch an seltenere Krebsarten wie Kehlkopfkrebs erinnern, zumal dieser durch den frühzeitigen Vorsorge-Check beim HNO-Arzt vermeidbar bzw. heilbar ist.

Böse Tumoren des Kehlkopfes (Larynxkarzinom) verursachen - wie so viele Krebsarten - im Frühstadium keine Beschwerden und werden deswegen oft zu spät erkannt. Der HNO-Arzt kann mit einer schmerzfreien optischen Untersuchung (Stroboskopie) des Kehlkopfes bzw. der Stimmbänder Krebs in der Frühphase feststellen oder sogar schon vorher Veränderungen erkennen, die zur Entwicklung von Kehlkopfkrebs führen können. Je früher Kehlkopfkrebs bzw. seine Vorstufen behandelt werden, desto höher sind die Heilungschancen bzw. die Chance, dass der Krebs sich gar nicht erst entwickelt. Raucher, die zu den Hochrisiko-Patienten für Kehlkopfkrebs gehören, sollten sich daher regelmäßig von ihrem HNO-Arzt untersuchen lassen. Eine jährliche Kontrolle ist für Raucher ab 40 Jahren ratsam.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 3.200 Männer und 600 Frauen neu an Kehlkopfkrebs. Das mittlere Erkankungsalter liegt bei 66 (Männer) bzw. 64 (Frauen) Jahren. Zu den Hauptrisikofaktoren zählt neben dem Rauchen Alkohol. Aber auch eine Asbest-Belastung und bestimmte Viren (z.B. Humane Papillom-Viren, kurz HPV) können bei der Entstehung von Kehlkopfkrebs eine Rolle spielen.

Quellen: äin-red, Bundesministerium für Gesundheit, Dt. Krebshilfe, RKI & Zentrum für Krebsregisterdaten

Weitere Infos auch beim Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V. unter http://kehlkopfoperiert-bv.de

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