15.03.2017

Starke Grippesaison klingt bundesweit ab

Die schwere Grippesaison klingt nach Einschätzungen von Experten in weiten Teilen Deutschlands deutlich ab. Es sei eine starke und lange Krankheitswelle gewesen, die früh begonnen habe. Zudem sei ein mehrwöchiger Höhepunkt verzeichnet worden. Dabei sorgte der hauptsächlich grassierende Virustyp H3N2 den Experten zufolge vor allem bei älteren Menschen für schwere Krankheitsverläufe.

Seit Jahresbeginn wurden z.B. in Sachsen-Anhalt mehr als 7.800 gemeldete Verdachtsfälle von den Laboren bestätigt. Das sind rund dreieinhalb Mal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Noch deutlicher ist ein Vergleich mit den Wintermonaten 2013/2014: Damals gab es nicht einmal 500 Influenza-Meldungen. Die tatsächliche Zahl der Erkrankungen sei höher, da nur jene Fälle in die Statistik eingingen, die mit Labortests diagnostiziert würden.

Auch in Bayerns scheint die Grippewelle beinahe ausgestanden. Die Zahl der gemeldeten Neuerkrankungen sei im Vergleich zur vergangenen Woche erneut und damit zum dritten Mal hintereinander zurückgegangen, erklärt Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle ist überschritten.

In der neunten Meldewoche des Jahres gingen beim bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 662 neue Grippe-Fälle ein. In der achten Meldewoche seien es noch 1.462 neue Fälle gewesen. Insgesamt erhöhte sich die Gesamtfallzahl der Saison 2016/17 damit auf 16.458 Fälle.

Quelle:dpa, äin-red

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