20.09.2017

Ständiger Lärm kann Tinnitus auslösen

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Ob laute Musik über In-Ohr-Kopfhörer oder eine Geräuschkulisse am Arbeitsplatz: Lärm ist ein ständiger Begleiter in unserem Alltag. Beinahe überall ist man einer konstanten Lärmbelastung ausgesetzt – teilweise bis zu 100 dB. Die Folgen von Lärm können von Unkonzentriertheit und erhöhtem Stressempfinden bis zum belastenden Tinnitus (Ohrensausen) führen.

Tinnitus beginnt im Innenohr und führt erst zu einer partiellen Hörminderung, die durch das Gehirn ausgeglichen wird. „Mit der Zeit kommt es zu einer komplett unabhängig vom Ohr gesteuerten Schallempfindung“, erklärt Prof. Dr. Christo Pantev, Direktor des Instituts für Biomagnetismus und Biosignalanalyse an der Medizinischen Fakultät Münster. „Die hyperaktiven Neuronen im Gehirn senden permanent Signale, die nur die Betroffenen hören können.“ Für sie stellt die Tinnitus-Wahrnehmung eine enorme Einschränkung ihrer Lebensqualität dar.

Neben Lärm gibt es einige weitere mögliche Ursachen für einen Tinnitus. Dazu zählen unter anderem hoher Blutdruck, chronische Mittelohrentzündung oder mit Ohrenschmalz verstopfte Gehörgänge. Manchmal gibt es für Ohrgeräusche aber keine erkennbare Ursache - dann sprechen Experten von einem idiopathischen Tinnitus. Anhaltende Ohrgeräusche sollten aber in jedem Fall vom HNO-Arzt abgeklärt werden.

Quellen: idw-online.de, Pressemitteilung der Uni Münster, dpa, IQWiG, äin-red

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