Schwindel – Chirotherapie beim HNO-Arzt kann helfen
Bei Schwindel, vor allem bei chronischem Schwindel, kann Betroffenen eine spezielle manuelle Therapie, die Chirotherapie helfen. „Verspannungen der Hals- und Rückenmuskulatur mit einer Funktionsstörung der oberen Halswirbelsäulen- und der Kopfgelenke können eine Ursache für Drehschwindel sein. Eine Chirotherapie, die kleinste Verschiebungen der Gelenke behebt und damit Verspannungen löst, lindert in vielen Fällen die Beschwerden", erklärt Dr. Dirk Heinrich, Präsident des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Die Behandlung kann häufig direkt in der HNO-Praxis erfolgen. „Viele HNO-Ärzte verfügen über eine chirotherapeutische Zusatzausbildung", betont Dr. Heinrich, niedergelassener HNO-Arzt in Hamburg.
Auch bei anderen Schwindelformen kann der HNO-Arzt helfen. Doch das wissen nicht alle Betroffenen. Bei Schwindel denken die meisten an Kreislauf-Beschwerden oder rein neurologische Erkrankungen. „Dass aber vielfach die Probleme im Inneren des Ohres liegen, ist nicht allgemein bekannt", meint Dr. Heinrich. Die Ursachen von Schwindel sind vielschichtig. „Schwindel wird oft durch Störungen im Gleichgewichtsorgan ausgelöst. Dieses liegt im Innenohr. Auch ein entzündeter Gleichgewichtsnerv oder Angst können zu Schwindel führen", erläutert der Präsident des HNO-Berufsverbandes. Die Diagnostik bei Schwindel ist oft umfangreich, vielfach kann aber anhand der Häufigkeit, Dauer und der Begleiterscheinungen wie einseitige Hörminderung, Ohrgeräuschen oder Übelkeit die Schwindelform grob eingeordnet werden. Abhängig von dem Untersuchungsbefund wird dann die Therapie ausgerichtet. Gerade bei den im Innenohr liegenden Ursachen kann gut geholfen werden. Bei Bedarf arbeitet der HNO-Arzte eng mit Kollegen wie Psychotherapeuten und Neurologen zusammen.

