18.08.2017

Mundtrockenheit kann Entzündungen begünstigen

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Häufige bzw. anhaltende Mundtrockenheit kann unangenehme und schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut oder der Speicheldrüsen nach sich ziehen. Bei Mundtrockenheit ist der Speichelfluss gestört, speziell Bakterien können sich leichter ansiedeln, vermehren und so zu einer Entzündung führen. Mundtrockenheit kann vor allem durch die Einnahme bestimmter Medikamente, beispielsweise als Nebenwirkung von Präparaten gegen Herzerkrankungen und Depressionen, begünstigt werden. Generell sind eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und eine gute Mundhygiene für einen gesunden Speichelfluss ganz wichtig. Mit zuckerfreien Bonbons, Kaugummis oder sauren Säften lässt sich die Speichelproduktion anregen, um die Drüsen zu reinigen. Gleichzeitig wirken diese Maßnahmen oft auch gegen Mundgeruch.

Speichelsteine, sogenannte Sialolithen, können ebenfalls zu Infektionen der Speicheldrüsen führen. Sie behindern die Drüsenausgänge und damit den Abfluss des Speichels in den Mundraum. In dem angestauten Speichel können sich Bakterien und Viren leicht vermehren und so zu einer Speicheldrüsenentzündung beitragen. Speichelsteine entstehen, wenn die Zusammensetzung des Speichels verändert ist, beispielsweise in Folge von Stoffwechselerkrankungen. Grunderkrankungen, die mit Verengungen der Drüsengänge einhergehen, wie z.B. Sklerodermie, einer autoimmun-bedingten Bindegewebserkrankung, begünstigen ebenfalls die Bildung von Speichelsteinen. Eine in der Kindheit durchgemachte Mumps-Erkrankung kann ebenfalls einen verengten Drüsengang zur Folge haben.

Bei anhaltender Mundtrockenheit oder einer auffällig druckempfindlichen bzw. geschwollenen Speicheldrüse sollten Betroffene einen HNO-Arzt aufsuchen. Er kann die Ursachen abklären und entsprechende Behandlungsmaßnahmen einleiten. Zur Entfernung von Speichelsteinen gibt es abhängig von der Größe des Steins verschiedene effektive Therapieoptionen.

äin-red

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