05.01.2017

Mütze schützt Ohren und Nasennebenhöhlen vor Infektionen

Bildquelle: ©Meddy Popcorn - Fotolia.com

Bei Minusgraden kann vor allem der Kopf schnell auskühlen, was zu einer Mittelohrentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung führen kann. „Bei Wind oder niedrigen Temperaturen ist es unbedingt ratsam, eine Kopfbedeckung zu tragen. Sie schützt davor, dass die Stirnhöhle oder die Ohren auskühlen und empfindlicher für Krankheitserreger werden", empfiehlt Dr. Matthias Lohaus, Landesverbandsvorsitzender Berlin vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. „Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße und der Blutfluss verlangsamt. Die Schleimhäute unserer Atemwege und der Ohren sind dann schlechter durchblutet und verfügen entsprechend über weniger Abwehrstoffe. So können Bakterien und Viren leichter in den Körper eindringen und zu Entzündungsreaktionen führen", erklärt der niedergelassene HNO-Arzt aus Berlin. Vor allem Patienten mit wiederholten Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen sollten sich warm einpacken, um eine Infektion zu vermeiden.

Neben der warmen Verpackung ist es sinnvoll, dass Immunsystem mit ausgewogener, fettarmer Ernährung, ausreichend Bewegung und viel Schlaf fit zu halten. „Für die Schleimhäute in Nase, Nasennebenhöhlen und Ohren ist es zudem wichtig, viel zu trinken. Am besten eignen sich Wasser, Tee oder Saftschorlen. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von etwa 1,5 Litern täglich hält die Schleimhäute feucht, den Nasenschleim dünnflüssig und schützt somit vor Infektionen. Insbesondere bei trockener Heizungsluft sollten Sie viel trinken! Auch eine Anfeuchtung des Raumklimas kann helfen, genauso wie meersalzhaltige Nasensprays oder Dampfinhalationen mit ätherischen Ölen bzw. Nasenduschen mit Salzlösung", rät Dr. Lohaus.

Quelle: äin-red

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