23.02.2016

Kurzzeit-Immuntherapie auch nach Start der Pollensaison noch möglich

Bildquelle: ©Alexander Raths / Fotolia.com

Auch nach dem Start der Pollensaison kommt eventuell noch eine Kurzzeit-Immuntherapie infrage: Dabei erhält der Patient im Vergleich zur herkömmlichen Hyposensibilisierung weniger Spritzen - etwa vier bis sieben pro Jahr. Das wird dann im zweiten und dritten Jahr wiederholt. Darauf weist Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann, Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) und Experte der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) hin.

Grundsätzlich sollten Allergiker am besten schon vor Beginn der Pollensaison zum Arzt gehen. So haben sie die notwendigen Medikamente rechtzeitig zur Hand. Der HNO-Arzt kann Pollenallergiker in diesem Rahmen auch hinsichtlich den Möglichkeiten einer spezifischen Immuntherapie beraten, um die Allergie ursächlich und damit langfristig zu behandeln.

Wer bislang keine Allergie hatte, aber mit dem Start der Pollensaison eine ewig laufende Nase, geschwollene Nasenschleimhäute, gerötete, tränende Augen oder einen Niesreiz bekommt, sollte die Ursache der Beschwerden vom Arzt abklären lassen. Eine Pollenallergie kann man in jedem Alter bekommen, unbehandelt kann sie im schlimmsten Fall zu Asthma führen.

Obwohl eigentlich noch Winter ist, sind aber trotzdem schon die ersten Pollen unterwegs. Wer etwa auf Haselpollen reagiert, hat wahrscheinlich jetzt schon eine laufende Nase und tränende Augen, bald geht es mit der Birke los. Um gegensteuern zu können, macht man sich laut Prof. Dr. Bergmann deshalb am besten schlau, welche Pollen wann fliegen. Einen Pollenflugkalender bietet zum Beispiel die Homepage www.pollenstiftung.de - dort findet man auch den Link zur aktuellen Pollenvorhersage des Deutschen Wetterdienstes.

Quelle: dpa, ECARF, PID, äin-red

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