29.11.2017

Keuchhusten bei Erwachsenen oft schwer zu erkennen

Bildquelle: drubig-photo / fotolia.com

Leidet ein Erwachsener an einem hartnäckigen, quälenden, über mehrere Wochen anhaltenden Husten, kann dahinter eine Keuchhusten-Infektion stecken. Bei Kindern macht sich die Krankheit durch bellenden Husten vor allem in der Nacht bemerkbar, bei einem Drittel der erwachsenen Patienten bleibt dieses Symptom aber aus. Auch das bei Kindern typische Erbrechen fehlt bei Erwachsenen völlig.

Eine Keuchhusten-Infektion oder -Impfung in der Kindheit schützt nicht auf Dauer vor einer neuen Ansteckung. Das Immunsystem ist nach etwa zehn Jahren nicht mehr in der Lage, die Erreger abzuwehren. Empfehlenswert ist daher, den Impfschutz regelmäßig aufzufrischen. Die Impfung kann zusammen mit den Impfungen gegen Diphtherie und Tetanus erfolgen. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

Keuchhusten bei Erwachsenen verläuft zwar meistens milder als bei Kindern, kann aber dramatische Folgen haben: Bei jedem vierten Erkrankten kommt es zu Komplikationen. Dazu zählen unter anderem Gewichtsverlust oder Inkontinenz, seltener sind Lungenentzündung, Krampfanfälle und Gehirnblutungen.

Schätzungsweise bis zu 110.000 Erwachsene erkranken in Deutschland pro Jahr an Keuchhusten. Oft geben infizierte Erwachsene den Erreger an ungeimpfte Kinder oder Säuglinge weiter, für letztere kann eine Ansteckung lebensbedrohlich sein.

dpa, äin-red

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