10.03.2016

Grippewelle dauert an

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Die Grippewelle in Deutschland dauert an. Trotz des beginnenden Frühlings ist noch kein Ende der Infektionswelle abzusehen, erklärt Dr. Silke Buda vom Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Von der Grippewelle sind mittlerweile vor allem Schulkinder betroffen, während zu Beginn der Grippesaison die Influenza-Viren besonders Menschen zwischen 15 und 59 Jahren zu schaffen machten. Ursache dieser Verschiebung ist eine Veränderung bei den zirkulierenden Virenstämmen: Statt des zu Beginn der Grippewelle dominanten Influenza-Virus-Typ A(H1N1)pdm09 („Schweinegrippe“) dominiert nun ein Influenza-Typ B. Diese Verschiebung im Verlauf einer Welle ist aber laut Dr. Buda nicht ungewöhnlich.

Knapp 6.400 laborbestätigte Fälle wurden dem aktuellen RKI-Wochenbericht zufolge in der vergangenen Meldewoche bekannt, so viele wie noch nie in diesem Jahr. Seit dem Saisonbeginn im Herbst wurden rund 26.200 bestätigte Fälle gemeldet, 72 Menschen starben. Nicht eingerechnet ist die unbekannte Zahl der nicht gemeldeten und somit nicht im Labor bestätigten Fälle.

Bisher sieht es so aus, als ob die Welle nach einer heftigen Saison 2014/2015 und einem milden Verlauf im Jahr zuvor nun „zwischen den Extremen“ ausfalle, meint Dr. Buda. Größere Regionen liegen nach ihren Angaben derzeit nicht mit Grippe flach – anders als im Vorjahr, als vor allem der Süden hohe Krankenstände meldete. „Es ist in diesem Jahr eher ein Ost-West-Band, das Deutschland durchzieht“, so Dr. Buda. Erhöhte Fallzahlen von Atemwegsinfektionen gebe es in vergleichsweise kleinen regionalen Bereichen, die sich von Woche zu Woche minimal verschieben.

Wie gut die vorbeugende Grippe-Impfung in dieser Saison wirke, lässt sich erst im Nachhinein durch Studien ermitteln, betonte Dr. Buda. Die Empfehlung zur Zusammensetzung des Impfstoffes kommt jedes Jahr von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Für die nächste Grippesaison 2016/17 wurde nach RKI-Angaben ein Wechsel der B-Linie im Dreifachimpfstoff empfohlen.

Quelle: RKI, dpa, äin-red

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