28.01.2016

Grippe-Saison ist gestartet

Die Grippewelle hat den Osten und die Mitte Deutschlands erreicht. Die Zahl der Erkrankungen liegt noch auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau. Seit Oktober wurden beispielsweise in Sachsen insgesamt 379 Influenzafälle registriert, ein Drittel davon in der vergangenen Woche. Fast die Hälfte der Betroffenen waren dort Erwachsene zwischen 25 und 44 Jahren und Kleinkinder zwischen einem und vier Jahren, knapp ein Viertel musste im Krankenhaus behandelt werden.

Da auch die Influenza-Fälle in Niedersachsen zunehmen, empfiehlt die dortige Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) Vorsichtsmaßnahmen wie regelmäßiges und gründliches (gut 20 Sekunden lang) Händewaschen. Auch eine Grippe-Schutzimpfung habe zum jetzigen Zeitpunkt noch Sinn.

Die Grippe-Beschwerden setzen in der Regel plötzlich mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Husten ein. Hustende Berufstätige sollten sich nicht zum Job schleppen, wenn sie sich schlecht fühlten. "Eine Influenza-Erkrankung sollte zu Hause und nicht am Arbeitsplatz auskuriert werden", erklärte Rundt. "Eine angemessene Ruhephase fördert nicht nur die Genesung, sondern schützt auch die Kolleginnen und Kollegen sowie weitere Kontaktpersonen." Eine Antibiotika-Behandlung ist im Krankheitsfall unnütz, weil der Grippe-Erreger ein Virus und kein Bakterium ist.

Quelle: dpa, äin

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