08.03.2016

Grippe oder Erkältung - Symptome richtig deuten

Der Kopf brummt, die Nase läuft, und der Körper schmerzt - solche Symptome sind in Deutschland gerade in den Wintermonaten typisch. Nur: Steckt eine echte Grippe, eine sogenannte Influenza, oder eine Erkältung dahinter?

Echte Grippe beginnt oft ganz plötzlich

Eine Influenza wird durch (Influenza-)Viren ausgelöst und beginnt meist plötzlich. Der Allgemeinzustand verschlechtert sich in kurzer Zeit rapide - häufig verbunden mit Fieber um die 39°C. Hinzu kommen Symptome wie starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie Husten. Betroffene fühlen sich oft sehr krank.

Normale Erkältung verläuft meist fieberfrei

Eine Erkältung hat man in der Regel mehrfach im Jahr, auch sie ist eine Virusinfektion. Die Nase läuft, man hat meist Halsschmerzen, Kopfweh und vielleicht auch Gliederschmerzen. Die Symptome beginnen aber in der Regel langsam und flauen nach ein paar Tagen wieder ab. Eine Erkältung beeinträchtigt zwar die Befindlichkeit, aber man ist nicht schwer krank. Meist haben Betroffene kein Fieber und müssen auch nicht zum Arzt.

Viel trinken ist wichtig

Wichtig ist es, bei einer Atemwegsinfektion reichlich zu trinken. Denn die Schleimhäute sollten zur besseren Abwehrreaktion feucht gehalten werden. Hinzu kommt, dass der Körper gerade bei Fieber zusätzlich Flüssigkeit verliert. Außerdem sollte man sich schonen und bei einer Influenza einige Tage im Bett verbringen, wobei einen meist der schlechte Allgemeinzustand sowieso zum Daheimbleiben zwingt.

Wann man zum Arzt gehen sollte

Ältere Menschen sollten bei hohem Fieber eher früh zum Arzt gehen. Gleiches gilt für Menschen mit einer Grunderkrankung wie Herz- oder Lungenkrankheiten. Eltern sollten auch mit kleinen Kindern bei Grippe-Verdacht einen Arzt aufsuchen. Wer nicht in eine dieser Gruppen fällt, aber eine typische Grippe mit deutlichem Krankheitsgefühl und zusätzlich Beschwerden wie Luftnot, Kreislaufstörungen oder Schwindel hat, sollte auch ärztlichen Rat einholen. Wer zunächst eine Erkältung oder eine weniger schwere Grippe hatte, dann aber nach drei bis vier Tagen einen neuen Schub bekommt, gehört auch in die Hände eines Arztes. Dahinter kann eine Lungenentzündung stecken.

Ärzte verordnen meist Medikamente und Präparate gegen die einzelnen Symptome. Antibiotika machen weder bei Erkältungen noch bei Grippe einen Sinn, sie wirken gegen Viren nicht. Eine Ausnahme gilt höchstens, wenn Betroffene sich zusätzlich zu dem viralen Infekt eine bakterielle Infektion einfangen.

Quelle: dpa, äin-red

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