09.06.2017

Bienenstichallergie richtig behandeln

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Bienenstiche können für Allergiker lebensgefährlich sein. Eine Allergietherapie, Hyposensibilisierung oder auch spezifische Immuntherapie genannt, ist für Betroffene dringend empfohlen. Bei einer speziellen Immuntherapie wird das Gift unter Überwachung in geringen Dosen unter die Haut gespritzt. So soll der Körper sich daran gewöhnen, damit bei einem tatsächlichen Bienenstich eine heftige allergische Überreaktion des Immunsystems (anaphylaktischer Schock) ausbleibt.

Fünf Komponenten im Bienengift sind besonders relevant für Allergiker. Doch nicht alle Präparate gegen Bienenstichallergien enthalten diese relevanten Giftbestandteile in gleichen Mengen, wie eine aktuelle Untersuchung vom Helmholtz Zentrum München und der Technischenr Universität München (TUM) ergab. Während in manchen Präparaten alle Allergene gleichmäßig vorkamen, seien in anderen bis zu drei der fünf Allergene in zu geringen Mengen vorhanden gewesen.

"Bisher kann durch Studien nicht belegt werden, wie groß die Bedeutung für die Therapie ist", sagte PD Dr. Simon Blank, Arbeitsgruppenleiter am Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM), das von Helmholtz Zentrum München und TUM betrieben wird. Da aber rund sechs Prozent der Patienten ausschließlich auf diese drei Allergene allergisch reagieren, könnte deren Unterrepräsentation in den Präparaten zumindest für diese Patienten Einfluss auf den Therapieerfolg haben."

Wunschziel wäre laut ZAUM-Direktor Prof. Dr. Carsten Schmidt-Weber bei der Bienenstichallergie eine maßgeschneiderte Behandlung für jeden Patienten mit genau den Allergenen, auf die er reagiere. Wegen der Kosten und der kleinen Patientenzahlen liege dies aber in weiter Ferne. Aber auch ohne diese maßgeschneiderte Behandlung ist eine spezifische Immuntherapie bei Bienen- und Wespenstichallergikern in jedem Fall sinnvoll, die Erfolgsquote ist hoch.

Allergie-Patienten können sich beim HNO-Arzt zu einer spezifischen Immuntherapie bei Insektengiftallergie und anderen Allergien ausführlich beraten lassen.

Quelle: dpa, Ärzteblatt, Fachblatt "Human Vaccines and Immunotherapeutics", äin-red

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