23.09.11

Atemtherapie per Maske hilft vielen Schlafapnoe-Patienten

Eine Atemtherapie kann die Lebensqualität von schnarchenden Patienten mit Atemaussetzern oft verbessern. Dies ergab eine Analyse verschiedener Studien des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die so genannte Schlafapnoe beeinträchtigt den Schlaf, steigert die Tagesmüdigkeit und schränkt das Wohlbefinden sowie das Leistungsvermögen auf Dauer ein. Eine Behandlung, auch möglicher Begleiterkrankungen wie Herz-Kreislauf-Problemen, ist daher unbedingt ratsam.

Eine der am besten untersuchten Schlafapnoe-Behandlungen ist die so genannte CPAP-Therapie. Dabei tragen Betroffene während des Schlafes eine Atemmaske, die die Nase umschließt. Über die Maske wird stetig Luft mit einem leichten Überdruck zugeführt, um die Atemaussetzer zu verhindern. Und auch wenn das nächtliche Tragen des CPAP-Geräts lästig und gewöhnungsbedürfig ist, lohnt sich der Einsatz. Vor allem Patienten mit mittlerer und schwerer Schlafapnoe profitieren von einer solchen Unterstützung, wenn sie frühzeitig begonnen und konsequent über einen längeren Zeitraum durchgeführt wird. Eine regelmäßige Therapie-Kontrolle ist daher bei CPAP-Patienten ratsam. Ihr HNO-Arzt wird Sie über das ideale Untersuchungsintervall beraten.

Generell empfiehlt es sich, dass schnarchende Menschen einen HNO-Arzt zur Abklärung der Ursachen aufsuchen. Er wird das Ausmaß des Schnarchens bestimmen und den Patienten über verschiedene therapeutische Verfahren aufklären sowie über unterstützende Maßnahmen wie z.B. Gewichtsreduktion und günstige Schlafpositionen beraten. Bei mittel- bis schwergradigen Schlafapnoe-Patienten ist die CPAP-Beatmung Standardtherapie. Bei einer leichten Schlafapnoe wird allerdings in der Regel versucht, mögliche anatomische Beeinträchtigungen im oberen Atemtrakt durch einen operativen Eingriff, ohne Anpassen einer CPAP-Maske, zu lösen.

Quellen: Dt. Ärzteblatt, www.aerzteblatt.de, AMWF-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V., 07/2011

 

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