UV-Schutz: Ohren nicht vergessen

Kind mit Sonnenhut und SonnenbrilleEin Sonnenbrand der Ohren kann äußert schmerzhaft sein - hinzu kommt, dass jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko erhöht. „Obwohl die Ohren so exponiert der UV-Strahlung ausgesetzt sind, werden sie beim Sonnenschutz oft vergessen. Dabei sollten gerade sie bei den ersten Sonnenstrahlen eingecremt werden. Es empfiehlt sich, eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor oder sogar einen Sun-Blocker zu verwenden. Die Haut der Ohren ist sehr dünn und besonders anfällig", erklärt Dr. Doris Hartwig-Bade, Vizepräsidentin des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte. „Kinder und Erwachsene mit kurzen Haaren sollten sich am besten zusätzlich mit einem Hut oder einer Mütze vor der Sonne schützen", rät die niedergelassene HNO-Ärztin aus Lübeck.

Verbrennungen der Ohren ersten Grades, d.h. eine starke Rötung des Ohrs, sollten möglichst rasch für mindestens 10 Minuten gekühlt werden. „Eiswürfel sind nicht empfehlenswert, sondern verwenden Sie lieber mit kaltem Wasser getränkte Handtücher oder Quark- bzw. Buttermilch-Umschläge. Auch können Zitronensaft, Obstessig oder eine verdünnte Brennnessel-Tinktur helfen, weil Säuren zur Regeneration des angegriffenen Säureschutzmantels der Haut beitragen. Ohrstecker sollten unbedingt entfernt werden, bevor möglicherweise eine Schwellung auftritt", empfiehlt Dr. Hartwig-Bade. Bilden sich auf dem Ohr Bläschen, d.h. liegt eine Verbrennung zweiten Grades vor, sollte ebenfalls eine gemäßigte Kühlung erfolgen und dann ein Arzt aufgesucht werden. 

Diese Pressemeldung des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte (BVHNO) ist zur Veröffentlichung (ohne Bild) freigegeben. Bitte weisen Sie bei Verwendung im Printbereich auf das Informationsportal des BVHNO, www.hno-aerzte-im-netz.de, hin. Bei Online-Veröffentlichung erbitten wir eine Verlinkung auf die Website.

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