Zungenbrennen - weitere Ursachen & Risikofaktoren

Eine weitere mögliche Ursache für das Zungenbrennen ist eine allergische Reaktion auf ein bestimmtes Metall (Chrom, Nickel, Blei, Quecksilber/Amalgam, Bismut, Gold) oder auf Substanzen in der Zahncreme oder in Mundspülungen. Auch Nahrungsmittel­Unverträglichkeiten können sich als Zungenbrennen äußern. Insbesondere Heißgetränke, Alkohol, Tabak sowie heiße, sehr scharfe oder stark gesüßte Speisen können länger anhaltendes Zungenbrennen bewirken, wenn sie regelmäßig in größeren Mengen konsumiert werden.

Auslöser für das Zungenbrennen können ebenso Reizungen im Mundraum durch scharfe Zahnkanten, Zahnstein, Geschwüre der Mundschleimhaut oder des Zahnfleischs (Aphten), Zahnfleischentzündung (Gingivitis), Karies oder Soor. Die Irritationen können aber ebenso mechanischer Art sein, etwa verursacht von Zahnprothesen, -brücken und anderen Prothesen, kieferorthopädischen Apparaturen oder hervorstehenden Füllungen. Man bezeichnet eine solchermaßen bedingte Entzündung, die ein Zungenbrennen mit sich bringt, auch als symptomatische Prothesenstomatitis. Bei einem Prothesenträger kann außerdem eine falsch eingestellte Bisshöhe die Ursache sein.

Auch unterschiedliche Metalle im Mund - z. B. in Zahnkronen oder Piercings - können winzige elektrische Ströme erzeugen, die das Zungenbrennen auslösen.

Neben der weit verbreiteten Ursache Möller-Hunter-Glossitis, die auf einen Mangel an Vitamin B12 zurückzuführen ist, gehen auch andere Mangelerkrankungen wie Eisenmangelanämie, Folsäure-(Vitamin B9-) und Vitamin-C-Mangel oft mit Zungenbrennen einher. V.a. bei älteren Patienten, die falsche Ernährungsgewohnheiten haben bzw. angenommen haben, spielt diese Ursache des Zungenbrennens eine große Rolle. Solche oder ähnliche physiologische Mangelerscheinungen können aber auch von einer Störung der Leberfunktion oder einer atrophischen Gastritis herrühren.

Als Nebenwirkung bestimmter Medikamente (z.B. Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer, Antidepressiva) kann es ebenfalls zu Missempfindungen der Zunge kommen.

Stress fördert sowohl die Entstehung als auch die Ausprägung des Zungenbrennens, oft über Verspannungen und falsche Mund- oder Kieferbewegungen beim Kauen. Die Umstellung im Hormonzyklus einer Frau während der Wechseljahre führt neben psychischen Belastungen, die Zungenbrennen begünstigen, möglicherweise auch auf physiologischem Weg zu der Störung; ein Nachweis für einen direkten Zusammenhang steht aber noch aus.

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