Was ist Zungenbrennen?

Zungenbrennen, auch Glossodynie, Glossalgie, chronisches orales Schmerzsyndrom oder Burning-mouth-Syndrom (BMS) genannt, ist eine Störung der Empfindung im Bereich von Zunge und Mundschleimhaut. Patienten haben den Eindruck eines brennenden oder stechenden Schmerzes im Mund. Die Störung tritt öfter als Begleiterscheinung chronischer Erkrankungen auf. Hierzu zählt auch eine angeborene Funktionsstörung der Speicheldrüsen (Sjögren-Syndrom).

Oft lassen sich aber auch keine oder zumindest keine typischen äußerlichen Anzeichen der Störung feststellen, was die Diagnose erschwert. Eine einheitliche Therapie für das Zungenbrennen gibt es nicht, behandelt wird entsprechend der zugrunde liegenden Ursache. Jedoch verschwindet das Zungenbrennen in einigen Fällen auch spontan.

Unter Zungenbrennen leiden v.a. Frauen im mittleren und höheren Alter. Man schätzt, dass etwa jede sechste Frau in ihren Wechseljahren oder danach die Störung entwickelt. Männer sind deutlich seltener betroffen, bei ihnen beschränkt sich das Brennen oft auf die Lippen. Insgesamt leidet etwa jeder 30. Erwachsene unter Zungenbrennen.

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