Krankheitsbild

Trotz des Namens der Störung empfinden die meisten Patienten nicht nur ein Brennen auf der Zunge, sondern auch auf den Schleimhäuten der Mundhöhle, gelegentlich auch auf den Lippen. Neben einem Brennen treten oft auch andere Irritationen wie Jucken, stechende Schmerzen oder Wundempfindungen auf. Besonders stark äußern sich die Missempfindungen meist an der Zungenspitze und an den Rändern der Zunge. Die Beschwerden nehmen bei vielen Patienten im Laufe des Tages an Intensität zu; morgens können sie noch kaum zu spüren sein, während sie abends sehr unangenehm werden. Darüber hinaus ist der Mund in der Regel sehr trocken (Xerostomie), da weniger Speichel produziert wird. Viele Patienten klagen über ein pelziges Gefühl und Störungen der Geschmackswahrnehmung. Als unangenehme Begleiterscheinung tritt oft verstärkt Mundgeruch (Halitosis) auf.

Zu den wenigen äußerlichen Anzeichen der Störung gehören Entzündungen einzelner Geschmackspapillen auf der Zunge. Die entzündeten Papillen lassen sich als kleine weiße Noppen erkennen und auch ertasten. Diese lokalen Entzündungen sind zwar lästig, stellen aber nicht die auslösenden Herde des Zungenbrennens dar. Liegt dem Zungenbrennen eine Allergie zugrunde, dann zeigen sich oft leuchtend rote Schwellungen auf der Zunge oder den benachbarten Schleimhäuten.

 

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