Speicheldrüsenentzündung - mögliche Risikofaktoren

Als allgemeine Risikofaktoren für eine Speicheldrüsenentzündung gelten eine schlechte Mundhygiene, Mangelernährung, Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes sowie anlagebedingte Veränderung des Gangsystems. Im Alter lässt häufig das Durstgefühl nach, so dass die Flüssigkeitszufuhr oft unzureichend ist. Hinzu kommt, dass mit steigendem Alter vermehrt Medikamente eingenommen werden müssen, die teilweise die Speichelproduktion mindern.

Beeinträchtigung durch Speichelsteine

Speichelsteine (Sialolithen), die die Drüsenausgänge verengen oder sogar verstopfen, behindern den Abfluss des Speichels in den Mundraum. In dem angestauten Speichel können sich Bakterien leicht vermehren und so zu einer Speicheldrüsenentzündung beitragen. 

Speichelsteine bestehen hauptsächlich aus Kalziumphosphat und Kalziumkarbonat, beides wichtige Bestandteile der Zähne und Knochen. Sie können zwischen wenigen Millimetern bis zu 2 Zentimeter groß werden, können rund oder oval, glatt oder höckerig, grau oder gelb beschaffen sein. Speichelsteine finden sich ganz überwiegend in der Unterkieferspeicheldrüse (in ca. 65 bis 95% der Fälle), seltener in der Ohrspeicheldrüse (5 bis 20%) oder der Unterzungendrüse (1 bis 15%).

Speichelsteine entstehen, wenn die Zusammensetzung des Speichels verändert ist, beispielsweise in Folge von Stoffwechselerkrankungen. Grunderkrankungen, die mit Verengungen der Drüsengänge einhergehen, wie z.B. Mukoviszidose, fördern ebenfalls die Bildung von Speichelsteinen. Eine in der Kindheit durchgemachte Mumps-Erkrankung kann ebenfalls einen verengten Drüsengang zur Folge haben.

Einfluss von Medikamenten

Bestimmte Medikamente, die z.B. bei Herzbeschwerden (z.B. Betablocker, Kalziumantagonisten), Allergien (Antihistaminika), Depressionen (Antidepressiva) eingenommen werden, sowie entwässernde Mittel (Diuretika) können die Speichelproduktion vermindern, zu Mundtrockenheit führen und dadurch die Besiedelung mit Bakterien fördern. Eine Entzündung der Mundschleimhaut kann ebenfalls eine Speicheldrüsenentzündung nach sich ziehen.

Bei AIDS-Patienten sind relativ häufig beidseitige Vergrößerungen der Speicheldrüsen, ein gestörter Speichelfluss und starke Mundtrockenheit zu beobachten.

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