Speicheldrüsenentzündung – Behandlung beim HNO-Arzt

Die Therapie einer Speicheldrüsenentzündung richtet sich nach ihrer Ursache. Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung sowie etwaige Ganghindernisse zu beseitigen, die Drüsenfunktion wieder vollständig herzustellen und Rückfälle zu vermeiden. Etwaige Grunderkrankungen müssen gleichzeitig entsprechend behandelt werden.

Allgemeine und medikamentöse Methoden

Viel Wasser trinken ist gesund!Allgemein unterstützen ausreichendes Trinken, weiche Nahrung und eine penible Mundpflege die Heilung. Kühlende Umschläge lindern die Schmerzen und wirken abschwellend. Darüber hinaus wird mit speichelanregenden Mitteln, so genannten „Sialogoga" (z.B. Bonbons, Kaugummis, Zitronen und saure Säfte), versucht, die Speichelproduktion zu steigern, um die Drüsen zu reinigen. Eventuell gehen dabei kleine Speichelsteine ab. Bei einem starken Flüssigkeitsdefizit müssen Mangelzustände mit Elektrolytlösungen ausgeglichen werden. Eine bakterielle Speicheldrüsenentzündung wird mit Antibiotika behandelt.

Schmerzen und andere Begleitsymptome werden sowohl bei akuten als auch bei viralen Entzündungen in der Regel mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten (z.B. Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen) gemindert.

Chronische Speicheldrüsenentzündungen werden während der Schübe wie akute Infektionen behandelt. Die Gabe von Kortison ist in bestimmten Fällen wirksam.

Entfernung von Speichelsteinen

Die Beseitigung von Speichelsteinen richtet sich nach deren Lage und Größe. Liegt ein Stein am Ausführungsgang, wird er ausmassiert oder durch einen Schlitz des Ganges entnommen. Liegt der Stein weit im Gang oder im Drüsengewebe und ist nicht größer als 8 mm, kann er mit einer so genannten extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie zertrümmert werden. Hierfür werden Ultraschallwellen von außen auf den Hals gerichtet. Die einzelnen Teile schwemmen anschließend mit dem Speichelfluss aus.

Ist der Stein größer oder sind mehrere Steine vorhanden, erfolgt die Entfernung durch ein Endoskop mit Körbchen oder Zertrümmerung und Ausspülung. In einigen Fällen kann aber auch die komplette Entnahme der Drüse durch einen chirurgischen Eingriff angezeigt sein.

Andere Verfahren

Hat sich bei einer eitrigen Entzündung bereits ein Abszess gebildet, muss dieser operativ geöffnet werden, damit der Eiter abfließen kann.

Kommt es wiederholt zu Entzündungen der Drüse, erfolgt die Entfernung der Drüse.

Aktuelles:

News Archiv

Hauttumoren im Kopf- und Halsbereich: Medikamentöse Therapien versprechen neue Ära

17.10.2017

Mit der Immunonkologie steht die Krebsmedizin vor einer neuen Ära. Statt Tumorzellen direkt anzugreifen, werden mithilfe spezieller Medikamente körpereigene Immunzellen unterstützt. Die 51. Fortbildungsveranstaltung für Hals-Nasen-Ohrenärzte befasst sich in diesem Jahr mit diesem und weiteren Themen aus dem Bereich der Onkologie...

Allergien, Schwindel, Schwerhörigkeit: HNO-Experten stehen beim Patiententag Rede und Antwort

12.10.2017

Immer mehr Menschen hören schlecht, reagieren allergisch auf Umwelteinflüsse oder leiden unter Schwindelanfällen. Beim Patiententag des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte am 28. Oktober 2017 in Mannheim informieren HNO-Experten über moderne Therapien und stellen sich den Fragen der Besucher...

Nachrichten Archiv: