Schwindel - Anzeichen und Verlauf
Der gestörte Gleichgewichtssinn führt zum Verlust der Raumorientierung. Dies zeigt sich in Unsicherheiten beim Gehen und Stehen sowie oft auch in einer Fallneigung. Weitere Symptome, die im Verbund mit Schwindel auftreten, sind Übelkeit, Erbrechen, Ohrensausen und Herzrasen. Häufig haben die Betroffenen auch Schweißausbrüche, Schluckstörungen und es wird ihnen „schwarz vor Augen".
Typisch bei Schwindel ist darüber hinaus der so genannte Nystagmus: unwillkürliche, schnell aufeinander folgende Zuckungen der Augenmuskeln (Augenzittern), mit denen der Betroffene die vermeintlichen Änderungen seines Blickfeldes auszugleichen versucht.
Die möglichen Symptome erscheinen nicht immer zugleich und in voller Ausprägung. Ebenso kann Schwindel plötzlich und anfallartig für Sekunden oder wenige Minuten auftreten, als auch über Tage anhalten. Bei einem so genannten Gleichgewichtsausfall bleiben die Schwindelbeschwerden beispielsweise ein bis drei Tage bestehen.
Wie Schwindel verläuft, ist abhängig von seinen Ursachen. Gelingt es diese mit einer adäquaten Behandlung zu beseitigen, ist die Prognose meist gut: Rund 90% der Patienten sind bereits nach vier Wochen beschwerdefrei. Bleibt Schwindel dauerhaft über Monate oder gar Jahre bestehen, liegen in der Regel keine körperlichen, sondern seelische Ursachen zu Grunde. Diese müssen gezielt behandelt und aufgelöst werden.
Weitere mögliche Begleiterscheinungen von Schwindel finden Sie bei den häufigsten Schwindel-Formen.
