Schallleitungsschwerhörigkeit

Die Schallleitungsschwerhörigkeit wird auch Schallübertragungsschwerhörigkeit genannt, da der über das Trommelfell ankommende Schall vom Mittelohr nicht richtig an das Innenohr weitergeleitet wird. Hierbei werden die Schallsignale leiser gehört, aber ihre Qualität, z.B. die Verständlichkeit des Gesprochenen, bleibt weitgehend erhalten. Alle Tonhöhen werden gleich schlecht gehört.

Ursachen einer akuten Schallleitungsschwerhörigkeit

  • Fremdkörper, ein Ohrenschmalzpropfen oder verstärkte Ohrenschmalzbildung im äußeren Gehörgang, das Ohrenschmalz wird meist bei unsachgemäßer Reinigung (z.B. mit Wattestäbchen) tiefer in den Gang gedrückt
  • Wasser im äußeren Gehörgang, das beim Schwimmen oder Baden eingedrungen ist
  • akute Tubenventilationsstörung, d.h. Verschluss der Ohrtrompete, meist durch eine Erkältung mit verstopfter Nase oder zu schneller Luftdruckveränderung beim Fliegen oder Tauchen (Paukenerguss) oder bei vergößerter Rachenmandel im Kindesalter
  • infektiöse Mittelohrerkrankungen wie eine akute Mittelohrentzündung
  • Verletzungen des Trommelfells mit Rissbildung (Trommelfellperforation) beispielsweise durch einen Schlag auf das Ohr, eine Explosion oder unsachgemäßes Reinigen mit spitzen Gegenständen
  • Entzündungsbedingte Schwellungen der Haut im Gehörgang (z.B. ein eitriger, tiefgehender Furunkel)
  • Verletzungen des Mittelohrs mit Unterbrechung der Gehörknöchelchenkette
  • Schädelbruch mit Unterbrechung der Gehörknöchelchenkette

Ursachen einer chronischen Schallleitungsschwerhörigkeit

Auf die besonderen Ursachen einer Schallleitungsschwerhörigkeit im Kindesalter wird im Kapitel „Schwerhörigkeit bei Kindern & Jugendlichen" eingegangen.

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