Scharlach – Ursachen und Risikofaktoren

Scharlach beruht auf einer Infektion mit Bakterien der Art Streptococcus pyogenes. Diese Bakterien werden auch als ?-hämolysierende Streptokokken der Lancefield-Gruppe A klassifiziert. Sie besiedeln bei vielen Menschen den Mund- und Rachenraum, ohne Krankheitssymptome zu verursachen.

Normalerweise rufen diese Bakterien eine eitrige Mandelentzündung oder Hauterkrankungen wie eine Wundrose (Erysipel) oder eine Borkenflechte (Impetigo) hervor. Wenn sie jedoch mit einem bestimmten Bakteriophagen (einem Virus) infiziert sind, können sie ein Gift, das so genannte erythrogene Toxin produzieren. Dieses Scharlach-Toxin sorgt dafür, dass Blutgefäße durchlässiger werden und rote Blutkörperchen (Erythrozyten) austreten. Dies bedingt die für Scharlach typischen Haut- und Schleimhaut-Rötungen.

Bei denjenigen Menschen, die immun gegen das Scharlach-Toxin sind, entwickelt sich kein Scharlach. Da es verschiedene Serotypen (Varianten) der Streptokokken wie auch des Phagen gibt, kann die Krankheit bei jedem Menschen wiederholt auftreten, bevor eine Immunität gegen alle Formen eintritt. Die Immunität schützt jedoch nicht vor der Entzündung, die durch die Bakterien hervorgerufen wird, sondern nur vor dem Ausschlag auf der Haut und den Schleimhäuten, der durch das Toxin bedingt ist. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind im Winter bis zu ein Fünftel aller Menschen mit dem Erreger infiziert, ohne an Scharlach zu erkranken. Diese Menschen sind jedoch potenzielle Überträger der Krankheit.

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