Riechstörungen – Definition & Häufigkeit

RiechenRiechstörungen (Dysosmien) sind Störungen des Geruchssinns. Diese können unterschiedlich stark ausgeprägt sein - von Verminderungen (Hyposmie) bis hin zu einem vollständigen Verlust des Riechvermögens (Anosmie). Zu den Riechstörungen zählen aber auch Überempfindlichkeiten gegen bestimmte Geruchsreize (Hyperosmie).

Ebenso wie Schmeckstörungen werden Riechstörungen in qualitativ (z.B. falsche Wahrnehmung von Gerüchen) und quantitativ (d.h. verminderter oder gesteigerter Geruchssinn) sowie nach ihren Ursachen in sinunasal und nicht-sinunasal unterteilt. Zu den sinunasalen Riechstörungen gehören alle Formen, deren Ursachen in Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhlen liegen. Die mit diesen Krankheiten einhergehenden Schädigungen der Atemwege führen dabei zu den Beeinträchtigungen des Riechvermögens. Der Riechsinn an sich ist jedoch nicht betroffen.

Anders bei den nicht-sinunasalen Riechstörungen: Bei ihnen liegen die Ursachen in krankhaften Veränderungen des Riechapparates, beispielsweise an der Riechschleimhaut. Bei den nicht-sinunasalen Riechstörungen können auch Beeinträchtigungen bei der Weiterleitung der Geruchsreize an das Gehirn, der so genannten Riechbahn, vorliegen.

Genaue Angaben über die Zahl der Patienten mit Riechstörungen fehlen bislang. Man nimmt jedoch an, dass etwa 5% der Bundesbürger an einer Anosmie leiden. Die Häufigkeit des Auftretens dieser Riechstörung steigt mit dem Alter: Bei den über 80-Jährigen hat jeder Zweite sein Riechvermögen vollständig eingebüßt. Von einer Hyposmie, einer Beeinträchtigung des Riechsinns, sind Schätzungen zu Folge 20% der deutschen Bevölkerung betroffen - quer durch alle Altersstufen. Gesichert ist, dass jährlich knapp 80.000 Bundesbürger wegen Riechstörungen in HNO-Kliniken behandelt werden.

Quantitative Riechstörungen treten viel häufiger auf als qualitative. Mit gut 70% ist die Mehrheit der Riechstörungen sinunasal bedingt, meist durch Entzündungen der Nase oder der Nasennebenhöhlen sowie durch Atemstörungen. Die restlichen 30% gehören zu den nicht-sinunasalen Riechstörungen.

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